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Almatis-Eigentümer gibt Hoffnung auf Refinanzierung nicht auf

Der Eigentümer des Frankfurter Aluminiumkonzerns Almatis gibt die Hoffnung nicht auf, das Unternehmen noch vor dem Zugriff der Gläubiger zu retten. Der Finanzinvestor Dubai International Capital (DIC) teilte am Dienstagabend mit, er wolle weiter versuchen, selbst eine Refinanzierung auf die Beine zu stellen. Ein Gericht in Amsterdam, wo die Obergesellschaft von Almatis sitzt, hatte am Dienstag einen Antrag von DIC abgelehnt, die Vorbereitungen des hochverschuldeten Unternehmens für ein Insolvenzverfahren (“Chapter 11”) in den USA zu stoppen.

 

Das Almatis-Management und die Gläubiger unter Führung des Finanzinvestors Oaktree wollen auf diesem Weg das mit rund einer Milliarde Dollar in der Kreide stehende Unternehmen entschulden und zugleich das Geschäft am Laufen halten. DIC würde nach dem Plan aber sein Eigentum verlieren. “Wir verfolgen weiterhin eine Restrukturierung von Almatis, die den wahren Wert des Geschäfts besser und fairer widerspiegelt”, erklärte der Investor aus Dubai und kündigte Widerstand gegen eine mögliche Einleitung des “Chapter 11”-Verfahrens an.

 

Nach dem Plan übernähme Oaktree selbst mit rund 86 Prozent die Mehrheit an Almatis. Die Schulden würden zugleich von rund einer Milliarde Dollar auf 422 Millionen Dollar sinken. Oaktree hatte nach und nach 46 Prozent der Schulden von Almatis zusammengekauft. DIC hatte die frühere Alcoa – Tochter 2007 für 1,2 Milliarden Dollar gekauft und die Übernahme mit Krediten finanziert. Das Unternehmen mit 900 Mitarbeitern leidet unter dem Einbruch der Automobil- und der Stahlindustrie und hatte im vergangenen Jahr die Kreditauflagen gebrochen. Almatis liefert für Stahlkonzerne den Rohstoff Aluminium-Oxid (Tonerde).

 

Quelle: Reuters

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