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BMW verbrieft Leasingforderungen

Der Autobauer BMW verbrieft zum dritten Mal Leasingforderungen.
Richard Bartz

Der Autobauer BMW hat bereits zum dritten Mal eine öffentliche ABS-Transaktion durchgeführt. Die mit Autoleasingforderungen besicherten Anleihen im Gesamtwert von 800 Millionen Euro hat die BMW AG über Ihr Finanzierungsvehikel Bavarian Sky emittiert. Ein Bankenkonsortium unter Führung der Commerzbank und der Société Générale, dem auch die Landesbank Hessen-Thüringen, Mizuho Securities und die SEB angehörten, platzierte die Asset Backed Securities (ABS)-Anleihen. 

Im Januar 2010 hatte BMW zuletzt mit einer öffentlichen Transaktion den ABS-Markt eröffnet. Damals gelang die zweite, öffentlich platzierte Auto-ABS Transaktion inklusive Roadshow und Bookbuilding seit September 2008 in Europa überhaupt.

Auch Volkswagen hat erneut den Kapitalmarkt angezapft. Der Wolfsburger Automobilkonzern preiste kürzlich seine Anleihe in Höhe von 500 Millionen US-Dollar. Sie läuft über vier Jahre bis zum Oktober 2016 und wird mit jährlich 1,875 Prozent verzinst. Als Lead Manager agierten Barclays, Deutsche Bank und die Royal Bank of Scotland (RBS). Die Ratingagentur Moody’s bewertet den Bond mit A3, Standard&Poor’s mit A-.

Weitere Finanzierungen

Sanochemia Pharmazeutika begibt eine Anleihe in Eigenemission. Das Pharmaunternehmen plant, damit bis zu 15 Millionen Euro einzusammeln. Die Anleihe des Pharmaspezialisten mit Sitz in Wien läuft über fünf Jahre und trägt einen Kupon von 7,75 Prozent. Die Mindesteinlage und Stückelung betragen 1.000 Euro. Mit dem Emissionserlös will Sanochemia ihre Wachstumsstrategie finanzieren. Der Fokus liegt dabei auf Investitionen in die Internationalisierung, dem Ausbau des Veterinärgeschäfts sowie dem Bereich Produktentwicklung.

Ein Bankenkonsortium aus KfW Ipex-Bank und Svenska Handelsbanken stellt einen Kredit in Höhe von rund 200 Millionen Euro für das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie zur Verfügung. Damit wird der Bau einer thermischen Abfallverwertungsanlage im südwestenglischen Plymouth finanziert. Das Vorhaben ist als Public Private Partnership-Projekt (PPP) angelegt.

Der Hersteller von PKW-Getrieben Getrag hat einen Kredit über 125 Millionen Euro refinanziert. Daneben wurden Anpassungen an einem weiteren Kredit in Höhe von 170 Millionen Euro an die Getriebe- und Zahnradfabrik vorgenommen. Zu dem beteiligten Bankenkonsortium unter Führung der Baden-Württembergischen Bank gehören unter anderem die Deutsche Bank, Commerzbank, UniCredit sowie die IKB.

Der Versandhändler Neckermann steht vor dem Aus. Das Unternehmen stellte vergangene Woche Insolvenzantrag. Der Investor Sun hatte noch im April signalisiert, weitere 25 Millionen Euro in das Unternehmen zu finanzieren. Jetzt war er nicht mehr dazu bereit.

Die Hamborner Reit hat ihr Grundkapital durch Ausgabe von rund 11,3 Millionen neuen Aktien im Wege einer Bezugsrechtsemission erhöht. Sie wurden den Altaktionären zu einem Preis von EUR 6,50 je Aktie angeboten. Nicht bezogene Aktien wurden nach Ablauf der Bezugsfrist im Rahmen einer Privatplatzierung Anlegern zum Kauf angeboten. Die Konsortialbanken waren Joh. Berenberg Gossler und Kempen. Die Transaktion brachte dem Immobilienkonzern 73,9 Millionen Euro ein. Damit will die Hamborner Reit in weiteres Wachstum und in den Kauf weiterer Immobilien investieren. Die neuen Aktien wurden zum regulierten Markt der Börsen in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart zugelassen.

anne-kathrin.meves[at]finance-magazin.de