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Capvis wollte Manroland sanieren

(san) Nachdem die Rettung von Manroland fehlgeschlagen ist und der Druckmaschinenbauer vergangene Woche Insolvenz anmelden musste, wurde nun bekannt, dass es sich bei dem abgesprungenen Investor (mehr dazu: Manroland ist insolvent) um die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Capvis handelt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters habe Capvis am Sonntag mitgeteilt, an Manroland interessiert gewesen zu sein. Die Restruktierung habe nach den Plänen der Schweizer über eine Kapitalerhöhung stattfinden sollen, die aber wegen der „unterschiedlichen Vorstellungen der Beteiligten, unter welchen Vorrausetzungen das Unternehmen weitergeführt werden kann“ gescheitert sei.

 

Die ersten Gespräche zwischen Capvis und dem Mehrheitseigentümer von Manroland, Allianz Capital Partners, hätten dem Bericht zufolge schon im September dieses Jahres stattgefunden. Die aktualisierten Firmenzahlen für 2011 habe die Beteiligungsgesellschaft allerdings erst Mitte November erhalten. Da diese Zahlen deutlich unter und die zu erwartenden Restrukturierungskosten deutlich über den bisherigen Erwartungen gelegen hätten, habe man das Projekt nicht weiterverfolgen können, begründete Capvis den Rückzug.

 

In der vergangenen Woche hatte die Aussicht auf eine mögliche Rettung für kurzzeitige Hoffnung bei Manroland gesorgt (mehr dazu: Manroland darf auf neuen Eigentümer hoffen). Neben Capvis hatte dem Spiegel zufolge zuletzt auch ein chinesischer Investor Interesse an Manroland gezeigt. Eigentümer und Arbeitnehmervertreter hätten sich aber gegen ihn entschieden, berichtete das Magazin.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

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