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Commerzbank will Kapitallücke aus eigener Kraft schließen

(sap) Die teilverstaatlichte Commerzbank will die von der europäischen Bankenaufsicht EBA beanstandete Milliarden-Kapitallücke ohne fremde Hilfe schließen. Das teilte die Bank am Donnerstag in Frankfurt mit. Mit verschiedenen Maßnahmen will das Institut bis zum Stichtag 30. Juni 2012 das Kernkapital um insgesamt rund 6,3 Milliarden Euro aus eigener Kraft stärken beziehungsweise Risikoaktiva-Äquivalenz reduzieren. Die EBA hatte eine Lücke von etwa 5,3 Milliarden Euro festgestellt. Ende 2011 hatte die Bank eigenen Angaben zufolge bereits 57 Prozent der EBA-Eigenkapitalanforderung erfüllt.

Vorstandschef Martin Blessing hatte in der vergangenen Zeit mehrfach betont, nicht noch einmal Staatshilfe in Anspruch nehmen zu wollen. Der Bund ist derzeit noch mit 25 Prozent an der Commerzbank beteiligt.

Die Financial Times hatte in ihrer Donnerstagausgabe zuvor berichtet, dass die Bankenaufsicht EBA Zweifel habe, dass die Commerzbank tatsächlich ohne neue Staatshilfe auskommt. Es erscheine „fast unausweichlich“, dass die Bank erneut darauf zurückgreifen müsse, sagten hochrangige EBA-Beamte der Zeitung vor Veröffentlichung des konkreten Plans der Bank.

 

Quellen: Commerzbank, dpa-AFX, FINANCE