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Commerzbank zahlt erste Rate der Staatshilfen zurück

Der Bankenrettungsfonds SoFFin darf in diesen Tagen eine Milliarden-Überweisung von der Commerzbank erwarten. Die vom Staat in der Finanzkrise mit insgesamt 18,2 Milliarden Euro gestützte Bank zahlt dann die ersten 5,3 Milliarden Euro zurück – 4,3 Milliarden Euro aus dem Erlös der Pflichtwandelanleihen (CoMEN), die sie Anfang April bei Investoren untergebracht hatte, sowie eine weitere Milliarde aus überschüssigem Kapital. Am Donnerstag werden die CoMEN, die der Bank eine vorzeitige Platzierung ermöglicht hatten, in normale Aktien umgewandelt, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

 

Der Erlös fließt dem Prospekt zufolge unmittelbar dem Staat zu. Die zweite Rate von 6,2 Milliarden Euro soll im Juni folgen, wenn die Commerzbank auch ihre geplante Kapitalerhöhung über die Bühne gebracht hat, die 3,95 Milliarden Euro einbringen soll. Dann wird auch eine Sonderzahlung von 1,03 Milliarden Euro dafür fällig, dass das Institut die Staatshilfen zum Großteil früher als geplant tilgt. Darüber hinaus darf der SoFFin weitere Stille Einlagen in Commerzbank-Aktien umwandeln, so dass er seine Beteiligung von 25 Prozent plus einer Aktie aufrecht erhalten kann.

 

Viele Experten hatten der Commerzbank eine so umfassende und rasche Rückzahlung der Stillen Einlagen nicht zugetraut. Bisher hatte nur die Wiesbadener Aareal Bank in der Finanzkrise vom SoFFin erhaltenes Kapital zurückgezahlt: Von 525 Millionen Euro Stillen Einlagen sind bei ihr noch 300 Millionen Euro übrig.

 

Quelle: Reuters

 

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