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Conergy entgeht zunächst der Insolvenz

(sar) Das hochverschuldete Hamburger Solarunternehmen Conergy hat mit seinen Kreditgebern eine Einigung über eine Entschuldung erzielt. Demnach kann ein Teil der Verbindlichkeiten in Eigenkapital umgewandelt werden.

Die Fonds York und Sothic Capital hatten mehreren Banken Kredite an Conergy mit Abschlägen von 60 Prozent abgekauft und waren zuletzt mit rund 35 Prozent einer der größten Conergy-Gläubiger. Die Commerzbank hält knapp 30 Prozent am Unternehmen, sie lieh Conergy etwa 70 Millionen Euro. Das Refinanzierungskonzept sieht nun eine Herabsetzung des Grundkapitals von derzeit knapp 400 Millionen Euro auf rund 50 Millionen Euro vor, danach soll es eine Kapitalerhöhung von bis zu 188 Millionen Euro geben. Falls Bezugsrechte nicht gezeichnet werden, sollen sich Kreditgeber verpflichtet haben, Forderungen als Sacheinlage einzubringen. Eine verbleibende Kreditlinie über 135 Millionen Euro wird laut Conergy für weitere vier Jahre zu „marktüblichen Konditionen“ vereinbart, financial covenants sind erst nach Ablauf von drei Jahren vorgesehen. Conergy-CFOSebastian Biedenkopf rechnet damit, dass die Maßnahmen bis Mitte 2011 umgesetzt sein werden. Ohne eine Einigung hätte Conergy am Dienstag Insolvenz anmelden müssen.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

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