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Debüt der Deutschen Bahn am Sterling-Bondmarkt

Deutsche Bahn

Premiere bei der Deutschen Bahn: Der Logistikkonzern hat sich erstmals auf den Pfund-Sterling-Markt vorgewagt und über die Deutsche Bahn Finance B.V. eine Anleihe in Höhe von 400 Millionen Pfund platziert. Der Bond läuft 10 Jahre und ist mit einem Kupon von 2,75 Prozent ausgestattet. Der Spread liegt bei 110 Basispunkten über Gilts. Die Royal Bank of Scotland war Joint Bookrunner bei der Transaktion.

Die Deutsche Bahn wird von Moody’s mit Aa1 sowie von S&P und Fitch mit AA bewertet. Der Konzern ist eines der am besten bewerteten deutschen Unternehmen. Gerade die Eigentumsverhältnisse des Logistikkonzerns geben den Investoren Sicherheit, denn er liegt vollständig in der Hand der Bundesrepublik Deutschland. Da verwundert es auch nicht, dass das Orderbuch mit 750 Millionen Pfund Sterling fast zweifach überzeichnet war.

Mit dem Geld will die Deutsche Bahn eigenen Angaben zufolge ihre UK-Aktivitäten (Arriva) finanzieren und den Rest für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Die Deutsche Bahn finanziert sich im Wesentlichen über Anleihen und Darlehen des Bundes. Dem Geschäftsbericht 2011 zufolge hat sich die Zusammensetzung der Finanzschulden infolge der vorzeitigen Ablösung von zinslosen Darlehen verändert: Rund 69 Prozent der langfristigen Finanzverbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2011 Anleihen (2010: 64 Prozent), rund 11 Prozent Darlehen des Bundes (2010: 16 Prozent).

 

sabine.paulus[at]finance-magazin.de

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Sabine Paulus ist seit 2008 Redakteurin beim Fachmagazin FINANCE und der Online-Publikation DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Personal, Organisation, Karriere und Finanzierung. Sie ist M.A. und hat an der Universität Konstanz unter anderem das Hauptfach Deutsche Literatur studiert.