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Deutsche Banken mit höheren Gewinnen

(sek) Nach einer aktuellen Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young konnten die deutschen Großbanken ihre Gewinne im ersten Halbjahr 2011 deutlich steigern. Insbesondere wegen der stark gesunkenen Risikovorsorge stieg der Vorsteuergewinn bei den 13 untersuchten Instituten um 3,8 Milliarden auf 9,5 Milliarden Euro. Deutliche Gewinnsprünge sind vor allem bei der LBBW,HSH Nordbank und Hypo Real Estate zu verzeichnen. Die Deutsche Bank hat im ersten Halbjahr 2011 vor Steuern 4,8 Milliarden Euro verdient und weist damit das mit Abstand höchste Konzernergebnis der untersuchten Banken aus. Im ersten Halbjahr 2010 waren es bei der Deutschen Bank noch 480 Millionen Euro weniger.

 

Allerdings bremste das Griechenland-Engagement der deutschen Banken deren Gewinne: Die untersuchten Banken haben auf Griechenlandkredite von 7,5 Milliarden Euro Wertminderungen von knapp 2 Milliarden Euro vorgenommen. Auch die Gewinnperspektiven für das zweite Halbjahr sind laut Ernst & Young aufgrund der Situation an den Börsen seit Juli dieses Jahres eher trübe: „Die Börsenturbulenzen werden zu niedrigeren Provisionserlösen führen, sofern sich die Lage nicht deutlich bessern sollte“, sagt Dirk Müller-Tronnier, Partner bei Ernst & Young.

 

Quellen: Ernst & Young, FINANCE