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Deutsche Börse plant neues Premiumsegment für Unternehmensanleihen

(sap) Ab Anfang 2012 können Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse Anleihen im Prime Standard für Unternehmensanleihen begeben. Das teilte die Deutsche Börse am Montag mit. Das neue Segment biete einen kostengünstigen Zugang zu privaten und institutionellen Investoren im Primärmarkt und Liquidität und Transparenz im Sekundärmarkt. Mit dem neuen Segment will die Deutsche Börse eigenen Angaben zufolge größere börsen- und nicht-börsennotierte Unternehmen ansprechen, die ein Emissionsvolumen von über 100 Millionen Euro platzieren wollen. Der Prime Standard für Unternehmensanleihen sehe für jede Anleihe eine feste Zuteilungsquote von mindestens 10 Prozent an private Investoren vor. Im Gegensatz zum Entry Standard für Anleihen müssten Emittenten im Premiumsegment zudem höhere Transparenzanforderungen und erweiterte Folgepflichten erfüllen: „Dazu gehören unter anderem die Veröffentlichung von insgesamt 24 Unternehmenskennzahlen (Entry Standard für Unternehmensanleihen: 6 Kennzahlen) sowie die Durchführung einer jährlichen Analystenkonferenz für Kreditinvestoren“, teilte die Deutsche Börse mit.

 

Die Studie „Anleihen für den Mittelstand“, die von FINANCE im Auftrag von youmex in Kooperation mit Mazars und Heuking Kühn Lüer Wojtek im Herbst dieses Jahres durchgeführt worden ist, hat unter anderem gezeigt, dass Anlegerschutzklauseln wie Covenants und Sicherheiten in Zukunft eine deutlich größere Rolle bei Mittelstandsanleihen spielen könnten – besonders für Unternehmen unterhalb des Investmentgrade. Sie werden von den Börsen momentan zwar nicht gefordert, aber zunehmend von Investoren. Lesen Sie hierzu auch: FINANCE-Studie: Anleihen für den Mittelstand. Die Studie können Sie unter www.finance-research.de bestellen.

 

Quellen: Deutsche Börse, FINANCE

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