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E.ON will mit Veräußerungserlösen Anleihen zurückkaufen

(mco) Der Düsseldorfer Energieriese E.ON nutzt die Erlöse aus den jüngsten Verkäufen von Unternehmensteilen zum Schuldenabbau und plant weitere Verkäufe. Der DAX-Konzern will laut einem am Montag veröffentlichten Angebot drei Anleihen im Gesamtwert von 4 Milliarden Euro zurückkaufen. Wenn das Vorhaben glückt, könnten drei weitere Schuldverschreibungen von über 3 Milliarden Euro zurückgenommen werden.

 

Den Angaben zufolge fordert die E.ON AG Anleihehalter dreier Schuldverschreibungen auf, Angebote zum Barankauf zu unterbreiten. Betroffen sind Schuldtitel mit einem Volumen von 1,75 Milliarden Euro, die 2012 fällig wären, sowie zwei weitere Bonds im Umfang von 2,25 Milliarden Euro, die 2013 zur Rückzahlung anstehen. Der Zinssatz der Anleihen beträgt zwischen 4,125 Prozent und 5,125 Prozent. Am 31. Januar will der Konzern anhand der Angebote von Großanlegern die Konditionen festlegen.

 

Die wirtschaftliche Nettoverschuldung stand Ende September bei knapp 45 Milliarden Euro. Der Rückkauf von Anleihen durch Barmittel tangiert diesen Wert nicht. Allerdings reduziere sich die Bruttoverschuldung und damit die Zinslast, erklärte der Unternehmenssprecher. Dem Angebot zum Anleiherückkauf ist zu entnehmen, dass für drei weitere Anleihen, die im Jahr 2014 fällig sind, ein Angebot zum Rückkauf unterbreitet werden könnte.

 

Derweil sind auch weitere Verkäufe geplant. Der Hongkonger Milliardär Li Ka-shing hat Medienberichten zufolge ein Auge auf das zum Energiekonzern E.ON gehörende zweitgrößte britische Stromnetz geworfen. Li Ka-shing erwäge, E.ON bis zu 3,5 Milliarden Pfund (rund 4 Milliarden Euro) für dessen Stromnetz in Großbritannien zu bieten, berichtet die Sunday Times. Seine Investmentgruppe Cheung Kong, die 2010 für 5,8 Milliarden Pfund das Stromnetz von EDF in Großbritannien gekauft hatte, habe bei Deutschlands größtem Energiekonzern Ende vergangenen Jahres wegen eines Gebots angeklopft.

 

Quelle: Dow Jones, Reuters, FINANCE