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Familienbetriebe setzen in Krisenzeiten mehr auf Sicherheit

Betriebe in Familienhand haben im Krisenjahr 2009 stärker als börsennotierte Unternehmen auf das Thema Sicherheit gesetzt. Sie führten ihre Nettofinanzverbindlichkeiten markant zurück und behaupteten eine Eigenkapitalquote von durchschnittlich 40 Prozent, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Beratungsfirma Roland Berger hervorgeht. Bei den 30 untersuchten MDax-Konzernen lag die Eigenkapitalquote im Schnitt 10 Prozentpunkte niedriger. Insgesamt mussten die Familienunternehmen 2009 einen Umsatzrückgang von 12 Prozent hinnehmen.

 

Ihrer Investitionsfreude tat dies aber kaum Abbruch: Den Ergebnissen zufolge legten sie mit 68,7 Prozent trotz beschnittener Budgets einen deutlich höheren Anteil des operativen Cashflows in Ausbau und Modernisierung der Produktionsanlagen als die an der Börse gelisteten Unternehmen. Letzte kamen nur auf eine Quote von 47,1 Prozent. “Familienunternehmen kennen die entscheidenden Elemente ihres Geschäftsmodells sehr genau und denken außerordentlich langfristig”, bewertete Co-Autor Klaus van Marwyk die Ergebnisse. In der Krise hätten sie daher flexibel und schnell reagiert und dabei ihre kritischen Ressourcen – Technologie, Personal und Finanzierung – abgesichert.

 

Roland Berger hat gemeinsam mit ergo Kommunikation die Konzernabschlüsse von 30 großen, industriell orientierten Unternehmen in Familien- und Stiftungsbesitz mit einem Gesamtumsatz von 170 Milliarden Euro und mehr als 870.000 Mitarbeitern ausgewertet. Die Vergleichsgruppe bildeten 30 im Nebenwertindex MDAX notierte Gesellschaften vergleichbarer Größe und Branchenzugehörigkeit.

 

Quelle: Reuters

 

 

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