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FINANCE-Studie: Anleihen für den Mittelstand

(sap) Anleihen bieten Mittelständlern im aktuellen Umfeld weiterhin eine interessante Finanzierungsalternative. Unternehmen mit hoher Markenbekanntheit tun sich bislang besonders leicht bei der Anleihefinanzierung. Das sind zwei Kernergebnisse der neuen Studie „Anleihen für den Mittelstand“, die von FINANCE im Auftrag von youmex in Kooperation mit Mazars und Heuking Kühn Lüer Wojtek im Herbst dieses Jahres durchgeführt worden ist. FINANCE-Research hat rund 20 Tiefeninterviews mit Finanzentscheidern aus dem Mittelstand, Emissionsberatern, Ratingagenturen, klassischen Mittelstandsbanken, Anwälten, Investoren und Wirtschaftsprüfern geführt.

 

Die Studie liefert Antworten auf die Fragen: Wann lohnt sich die Emission einer Mittelstandsanleihe? Was ist bei der Umsetzung zu berücksichtigen? Welche Risiken gibt es, und wie wird sich der Markt entwickeln? Denn die Publizitätspflichten, die mit einer Transaktion einhergehen, sind besonders für nicht börsennotierte Unternehmen immer noch ein wichtiger Hinderungsgrund. Allerdings ist die Alternative zu einer Anleiheplatzierung häufig keine andere Finanzierung, sondern der Verzicht auf Wachstum. Schuldscheine, syndizierte Kredite oder Mezzanine stehen aus unterschiedlichen Gründen vielfach nicht zur Debatte. „Um eine Anleihe erfolgreich platzieren zu können, ist einiges an Vorarbeit zu leisten. Der Einfluss einer Anleiheemission auf Bilanzkennziffern und Rating ist idealerweise durch flankierende Maßnahmen zur Bilanzoptimierung im Vorhinein zu kompensieren“, sagt Kai Hartmann, Head of Corporate Finance bei der youmex AG in Frankfurt am Main. „Im zweiten Schritt kommt es auf die richtige Platzierungsstrategie und das richtige Timing des Emissionszeitpunktes an.“ Susann Ihlau, Geschäftsführerin und Partnerin bei der Mazars GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Düsseldorf ergänzt: „Für Anleiheinvestoren sind vor allem die Attraktivität und Validität des Geschäftsmodells wichtig. Dabei sollte das Unternehmen seine Schuldendienstfähigkeit nachweisen.“

 

Zudem zeigt die Studie, dass Anlegerschutzklauseln wie Covenants und Sicherheiten in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen könnten – besonders für Unternehmen unterhalb des Investmentgrade. Sie werden von den Börsen momentan zwar nicht gefordert, aber zunehmend von Investoren. „Wir beobachten eine Veränderung der Anleihebedingungen, orientiert an Marktanforderungen“, erklärt Dr. Mirko Sickinger, LL.M., Rechtsanwalt und Partner bei Heuking Kühn Lüer Wojtek in Köln. „Durch standardisierte Anlegerschutzklauseln wird dem Interesse der Anleger an einer Reduktion des Risikos bei Mittelstandsanleihen Rechnung getragen.“

 

Die Studie können Sie unter www.finance-research.de bestellen.

 

Quelle: FINANCE-Research