Newsletter

Abonnements

Finanzierungen: Fraport, Palfinger, Volkswagen Leasing

Fraport begibt einen Schuldschein mit einem Volumen von 350 Millionen Euro.
Fraport AG

Fraport begibt Schuldschein über 350 Millionen Euro

Der Flughafenbetreiber Fraport hat ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 350 Millionen Euro begeben. Das Papier läuft sieben Jahre und wird mit 1,436 Prozent verzinst. Damit liegt der Spread laut Unternehmensangaben nur noch 70 Basispunkte über dem risikofreien Referenzzins.

Die Emission ist eine der größten deutschen Schuldscheinemissionen dieses Jahres. Fraport hatte ursprünglich lediglich 200 Millionen Euro einnehmen wollen. Aufgrund einer mehr als dreifachen Überzeichnung hat der Flughafenbetreiber das Volumen aufgestockt. BayernLB, Helaba, DZ Bank und HSBC Trinkaus & Burkhardt haben die Transaktion begleitet. Mit der Emission vergrößert CFO Matthias Zieschang den finanziellen Spielraum des Unternehmens. 

Palfinger platziert Schuldschein über 105 Millionen Euro

Der Hersteller von Hebelösungen Palfinger hat ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 105 Millionen Euro emittiert. Das Darlehen gliedert sich in mehrere Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Das Papier war deutlich überzeichnet und wurde vor allem bei österreichischen und deutschen Investoren platziert. Die neuen Mittel will Palfinger für die allgemeine Unternehmensfinanzierung sowie für die Refinanzierung von früheren bilateralen Krediten und Emissionen verwenden. Das österreichische Unternehmen hat bereits 2009 und 2012 Schuldscheindarlehen begeben. Weiterhin hat Palfinger vor kurzem mit einem Zukauf sein Russlandgeschäft ausgebaut.

Volkswagen Leasing begibt Anleihen über 1,03 Milliarden Euro

Volkswagen Leasing hat durch Leasingforderungen besicherte Anleihen mit einem Nominalvolumen von etwa 1,03 Milliarden Euro begeben. Die Anleihen sind in zwei Klassen unterteilt. Anleihen der Klasse A wurden in Höhe von 1 Milliarde Euro mit einem Zinskupon von 0,27 Prozent über dem 1-Monats-Euribor emittiert. Anleihen der Klasse B mit einem Volumen von 32,1 Millionen Euro sind mit 0,65 Prozent über dem 1-Monats-Euribor verzinst. Die Klasse-A-Anleihen sollen als Sicherheiten für das Eurosystem zugelassen werden. Die Verbriefung ist über eine Zweckgesellschaft in Luxemburg erfolgt und die Anleihen sind an der Luxemburger Börse zum Handel zugelassen. Hogan Lovells hat Volkswagen Leasing bei der Transaktion beraten.

Weitere Finanzierungen

Der Lebensmittelkonzern Nestlé begibt eine Anleihe über 500 Millionen Euro. Das Papier läuft bis 2021 und wird mit 0,75 Prozent p.a. verzinst. Als Bookrunner fungierten Deutsche Bank, JP Morgan, Royal Bank of Scotland und die HSBC.

Casinos Austria International plant ein Umtauschangebot für Anleihegläubiger der Teilschuldverschreibung aus dem Jahr 2010 anzubieten. Das Unternehmen will eine neue Teilschuldverschreibung mit einem Volumen von bis zu 50 Millionen Euro emittieren. Das Umtauschverhältnis soll bei 1:1 liegen. Das neue Papier soll mit 4,75 Prozent fest verzinst werden und bis 2021 laufen. Casinos Austria International will mit dem Umtauschangebot den Refinanzierungsbedarf der 2017 fällig werdenden Anleihe verringern und die durchschnittlichen Fälligkeiten verlängern.

Die Immobiliengesellschaft InCity Immobilien hat die erste Tranche einer Anleihe über insgesamt 10 Millionen Euro im Rahmen eines Private Placements begeben. Die erste Tranche des fünfjährigen Papiers hat ein Volumen von 8 Millionen Euro. Die Anleihe wird mit 5 Prozent verzinst.

Die Toyota Kreditbank verbrieft Autodarlehen im Wert von 973 Millionen Euro. Die Papiere sind fest verzinst. Die Höhe des Kupons nennt das Unternehmen nicht. Die Citibank fungierte als Lead Manager bei der Verbriefung.

Der Stahlproduzent Georgsmarienhütte hat einen nachrangigen Genussschein mit einem Volumen von 50 Millionen Euro platziert. Das Papier hat eine Laufzeit bis 2022. Begleitet wurde die Transaktion von der Commerzbank und der Deutschen Bank.

Die Aareal Bank hat den Restbetrag der Stillen Einlagen des Finanzmarktstabilisierungsfonds (SSoFFin) in Höhe von 300 Millionen Euro an die SSoFFin zurücküberwiesen. Außerdem zahlt die Bank die bis zum Rückzahlungstag auf die Einlage anfallenden Zinsen zum nächsten regulären Fälligkeitszeitpunkt. Der SoFFin ist außerdem an möglichen Dividendenzahlungen der Aareal Bank für das Geschäftsjahr 2014 beteiligt. Die Aareal Bank hatte seit 2009 die Unterstützung des Fonds in Anspruch genommen und Stille Einlagen in Höhe von ursprünglich 525 Millionen Euro erhalten, die mit 9 Prozent verzinst waren. Außerdem hatte der Fonds der Aareal Bank einen Garantierahmen für Emissionen bis zu 4 Milliarden Euro gewährt. Mit der Rückzahlung der Einlagen hat die Bank 2010 stückweise begonnen.

Die BayernLB hat das vom Freistaat Bayern garantierte ABS-Portfolio mit einem Nominalwert von 6,5 Milliarden Euro im Rahmen einer Auktion vollständig an internationale Investoren verkauft. Mit dem Verkauf endet diese Garantievereinbarung zur Risiko- bzw. Verlust-Abschirmung des Portfolios vorzeitig. Aus dem Verkaufserlös hat die Landesbank weitere 1,03 Milliarden Euro an den Freistaat zurückgezahlt. Außerdem bezahlt die Bank weitere 80 Millionen Euro Garantieprämie für die Hilfe des Landes für das Jahr 2014. Der Gesamtbetrag der geleisteten Beihilferückzahlungen an den Freistaat steigt damit auf rund 2 Milliarden Euro, und die BayernLB erfüllt damit die letzte Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Freistaat Bayern früher als geplant.

Der Software- und Appanbieter CLIQ Digital hat eine Barkapitalerhöhung über knapp 1,5 Millionen Euro beschlossen und plant die Emission einer Wandelschuldverschreibung mit einem Betrag von bis zu 2,4 Millionen Euro jeweils mit Bezugsrecht der Aktionäre. Der Erlös der Emission soll die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens reduzieren und zusätzliche Marketingaktivitäten finanzieren. Die Anwaltskanzlei Noerr hat das Unternehmen bei den Finanzierungen beraten.

Der Filmverleih Senator Entertainment setzten die beschlossenen Kapitalmaßnahmen für eine finanzielle Restrukturierung um. Das Unternehmen bietet im Rahmen einer Barkapitalerhöhung den Aktionären und Inhabern von Optionsscheinen aus der Optionsanleihe 2011/2016 neue Aktien zu einem Preis von 2,36 je Aktie im Verhältnis von 52:9 an. Außerdem bietet Senator Entertainment den Inhabern der Schuldverschreibungen der Optionsanleihe 2011/2016 an, diese zu einem Bezugspreis von ebenfalls 2,36 Euro je Aktie zu tauschen. Durch die Barkapitalerhöhung soll dem Unternehmen ein Nettoemissionserlös von 13,6 Millionen Euro zufließen. Diese Mittel sollen zur Rückzahlung einer in zwei Tranchen begebenen Anleihe von etwa nominal 10 Millionen Euro verwendet werden. Darüber hinaus sollen Verbindlichkeiten aus Filmrechtakquisitionen finanziert werden. Die Quirin Bank begleitet das Unternehmen bei den Kapitalmaßnahmen. Nach der Umsetzung der Finanzierungen soll im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung der geplante Zusammenschluss mit der französischen Wild Bunch vollzogen werden.

Der Telekommunikationsanbieter Star DSL hat eine Kapitalerhöhung über 3,8 Millionen Euro beschlossen. Die neuen Aktien mit einem rechnerischen Anteil von je 1,00 Euro je Aktie am Grundkapital werden den Aktionären im Verhältnis 3:1 angeboten. Mit dem Erlös soll das weitere Unternehmenswachstum finanziert werden.

Ratingmeldungen:

Creditreform Rating stuft die Bonitätsnote von Homann Holzwerkstoffe von BB- (watch) auf B herunter. Grund für die Herabstufung seien die gestiegenen bilanziellen Risiken durch hohe Investitionen in einen zweiten polnischen Standort, teilte das Unternehmen mit.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Info

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Unternehmensfinanzierung.

+ posts

Antonia Kögler ist Redakteurin bei FINANCE und DerTreasurer. Sie hat einen Magisterabschluss in Amerikanistik, Publizistik und Politik und absolvierte während ihres Studiums Auslandssemester in Madrid und Washington DC. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit Finanzierungsthemen und verfolgt alle Entwicklungen rund um Green Finance und Nachhaltigkeit in der Finanzabteilung.

FINANCE Daily Newsletter
Das Wichtigste aus der FINANCE-Welt – täglich direkt in Ihr Postfach.
Jetzt abonnieren »
Jetzt abonnieren »
FINANCE Daily Newsletter