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Finanzierungen: Linde, Orange Switzerland, BMW

Linde begibt einen 650 Millionen Euro Bond und einen 500 Millionen US-Dollar Bond.
Linde

Linde begibt Euro- und Dollar-Bonds

Der Industriegasekonzern Linde hat einen zehnjährigen Bond über 650 Millionen Euro und eine fünfjährige Anleihe über 500 Millionen US-Dollar platzieren. Euro-Anleihe ist mit einem Kupon von 2 Prozent ausgestattet und wurde zu 45 Basispunkten über Euro-MidSwap begeben. Die Dollar-Anleihe hat einen Kupon von 1,50 Prozent und wurde zu 67 Basispunkten über Dollar-MidSwap platziert. Bank of America Merrill Lynch, Barclays, Deutsche Bank und LBBW waren die Lead Managers der zehnjährigen Transaktion. Den Dollar-Bond arrangierten Deutsche Bank, HSBC und Morgan Stanley. Beide Transaktionen wurden unter dem 10 Milliarden Euro schweren EMTN-Programm platziert. Mit dem frischen Geld will Linde den noch bestehenden Teil des syndizierten Kredits zurückzahlen, den der Industriegasehersteller zur Finanzierung der Übernahme des US-Homecare-Unternehmens Lincare vereinbart hatte.

Orange Switzerland will Bond mit PIK-Komponente platzieren

Der Telekommunikationsanbieter Orange Switzerland will einen Bond mit einem sogenannten „PIK-Toggle“, mit dem Zinsen unter gewissen Bedingungen aufgeschoben werden können, platzieren. Eine der an der Transaktion beteiligten Banken sagte gegenüber Dow Jones, dass mit der Anleihe eine Dividende für die Aktionäre finanziert werden soll. Das Volumen solle 250 Millionen Euro betragen, heißt es. Das Risiko ist für die Investoren bei solch einem Bond deutlich höher, weshalb die Ratingagentur Standard & Poor’s den Bond wohl mit CCC+ beurteilen wird.

Unternehmen nutzen das derzeit günstige Marktumfeld und platzieren Bonds mit einer PIK-Komponente, die einen Zahlungsaufschub ermöglicht. Vor einigen Wochen hat die luxemburgische Muttergesellschaft des Carbonherstellers Orion aus Köln mit einer Anleihe über 425 Millionen US-Dollar refinanziert.

BMW emittiert Anleihe über 1 Milliarde Euro

Die BMW US Capital, LLC emittiert eine Anleihe in Höhe von 1 Milliarde Euro. Das Papier läuft bis Juli 2017 und wird von der BMW AG garantiert. Commerzbank, LBBW, Morgan Stanley und Royal Bank of Scotland haben die Transaktion begleitet.

FlexStrom meldet Insolvenz an

Der unabhängige Stromanbieter FlexStrom hat Insolvenz angemeldet. Gleiches ist auch bei den Tochtergesellschaften OptimalGrün und Löwenzahn Energie geschehen. Flexstrom hatte im Herbst vergangenen Jahres noch versucht, eine Mittelstandsanleihe zu platzieren, diese aber dann wieder zurückgezogen. Aufgrund negativer Medienberichte sei „eine faire Bewertung der Emission nicht mehr möglich“, teilte das Unternehmen damals mit. Vermögensberater rieten Anlegern zudem aufgrund der hohen Verschuldung von Flexstrom öffentlich von der Zeichnung ab.

Zudem ist der der Stromhändler Flexstrom mit seinem Insolvenzantrag wohl einem Verbot seines Geschäftsmodells durch die Bundesnetzagentur zuvorgekommen. Die Behörde hatte im Januar ein sogenanntes Verfahren zur Untersagung der Geschäftstätigkeit gegen Flexstrom eingeleitet, wie sie gegenüber Dow Jones Newswires bestätigte. Das Handelsblatt hatte zuvor über das Verfahren berichtet.

Weitere Finanzierungen

Moody’s hat den Ratingausblick für Bayer von stabil auf positiv gesetzt. Die Ratingagentur geht von weiter steigende Gewinnen in den kommenden zwölf bis 18 Monaten aus. Derzeit stuft Moody’s Bayer bei A3 ein.

Moody’s senkt Rating für Verbund von A2 auf A3.

Der österreichische Büromöbelhersteller Bene bemüht sich nach einem Bericht der Zeitung Wirtschaftsblatt zufolge um ein Stillhalteabkommen mit den kreditgebenden Banken, um die eingeleitete Sanierung fortsetzen zu können. Dabei geht es nach Informationen der Zeitung nicht nur um Kredite, sondern auch um eine Unternehmensanleihe über 40 Millionen Euro, die im April 2014 fällig wird.

Die Stadt Bielefeld prüft die Emission einer Anleihe. In den nächsten Wochen sollen Gespräche mit Banken aufgenommen werden, bestätigte Stadtkämmerer Franz-Josef Löseke (CDU) gegenüber der Zeitung Neue Westfälische. Nach NW-Informationen geht die Stadt Bielefeld davon aus, dass eine Stadt-Anleihe mindestens ein Volumen von 100 Millionen Euro haben müsse. Aktuell würde man einen Zinskupon von „gut zwei Prozent“ bieten können, erklärt Löseke weiter.

Die Zeichnungsfrist für die Constantin-Medien-Anleihe startet am 15. April 2013.

Die Übernahme der Adler Modemärkte durch Steilmann soll durch Eigenkapital und Kredite in Höhe von 71,1 Millionen Eurodie von der Commerzbank und der IKB zur Verfügung gestellt werden, finanziert werden.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de

Sabine Paulus ist seit 2008 Redakteurin beim Fachmagazin FINANCE und der Online-Publikation DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Personal, Organisation, Karriere und Finanzierung. Sie ist M.A. und hat an der Universität Konstanz unter anderem das Hauptfach Deutsche Literatur studiert.