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Finanzierungen: Nürnberg und Würzburg, MBB Clean Energy, Strabag

Der Baukonzern Strabag begibt eine Unternehmensanleihe im Volumen von 200 Millionen Euro.
Strabag

Debütemission der Städte Nürnberg und Würzburg

Die Städte Nürnberg und Würzburg haben die erste kommunale Gemeinschaftsanleihe platziert. Der Bond hat ein Volumen von 100 Millionen Euro und läuft zehn Jahre. Von dem Emissionserlös bekommt Nürnberg 80 Millionen Euro und Würzburg 20 Millionen Euro. Der Kupon beträgt 1,875  Prozent p.a. Das Pricing liegt der Bayern LB zufolge bei 38  Basispunkten über Midswap. BayernLB, Deutsche Bank, Helaba und Unicredit  haben die Transaktion gemeinsam arrangiert.

MBB Clean Energy nimmt mit Anleihe lediglich 72 Millionen Euro ein

MBB Clean Energy hat wie geplant eine Anleihe platziert, allerdings ein deutlich geringeres Emissionsvolumen erzielt als ursprünglich geplant. Der Investor und Stromproduzent im Bereich der erneuerbaren Energien konnte insgesamt lediglich 72 Millionen Euro platzieren. Das Unternehmen hatte ursprünglich eine Mega-Mittelstandsanleihe in Höhe von 300 Millionen Euro platzieren wollen. Damit hätte das Jungunternehmen, das acht Einzelinvestoren aus dem Umfeld des früheren DASA/MBB-Konzerns gehört, eine der größten Mittelstandsanleihen in der Geschichte des noch jungen deutschen Marktsegments begeben. CEO Eckhart Misera will mit dem Geld quer durch Europa Wind- und Solarkraftwerke aufkaufen. Im FINANCE-TV-Interview verteidigt Misera die Mittelstandsanleihe und deren Sicherheitsnetz: „Es müssten schon große Katastrophen passieren, damit das nicht reicht!"

Die Anleihe läuft sechs Jahre uns ist mit einem Kupon von 6,25 Prozent p. a. ausgestattet. Die Inhaberteilschuldverschreibung wurde am 6. Mai in den Börsenhandel im Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse, Segment Entry Standard für Anleihen, einbezogen. Donner & Reuschel hat die Emission als Sole Bookrunner begleitet. Creditreform Rating bewertet die Anleihe mit BBB.

Strabag platziert eine Unternehmensanleihe über 200 Millionen Euro

Der Baukonzern Strabag begibt eine Unternehmensanleihe im Volumen von 200 Millionen Euro. Der fix verzinste Bond läuft sieben Jahre und wird mit 3,00 Prozent jährlich verzinst. Den Emissionserlös will der österreichische Konzern für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Joint Lead Manager dieser Emission sind die Erste Group Bank, die Raiffeisen Bank International und die UniCredit Bank Austria. Als Senior Co-Lead Manager agierten Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG, als Co-Lead Manager die Oberbank.

Standard & Poor’s bewertet den Baukonzern mit BBB-, Ausblich stabil. Der Strabag-Vorstand erwartet, dass die Ratingagentur die Anleihe ebenfalls mit BBB- bewrtet.

Sto sichert sich Konsortialkredit über 100 Millionen Euro

Der Gebäudebeschichtungsspezialist Sto hat sich eine Kreditlinie in Höhe von 100 Millionen Euro gesichert. Ein Bankenkonsortium unter Federführung der Deutschen Bank stellt dem börsennotierten Konzern das Darlehen für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung. Zu dem Konsortium gehören noch Commerzbank, Fortis Bank Niederlassung Deutschland, HSBC Trinkaus & Burkhardt, LBBW und Helaba. Sto erzielte 2012 einen Konzernumsatz von rund 1,142 Milliarden Euro.

Weitere Finanzierungen

Der Autohersteller Opel erhofft sich von der eigenen Bank weitere Fortschritte bei der Sanierung. Die Gründung von Opel Financial Services sei von großer strategischer Bedeutung, sagte Finanzvorstand Michael Lohscheller.  Die Rüsselsheimer konnten in den vergangenen Jahren Kredite für den Autokauf und Leasing-Verträge nicht mehr im eigenen Haus vergeben. Im November vergangenen Jahres  spendierte die US-Mutter General Motors Opel wieder eine Finanzierungssparte. Die Amerikaner erwarben das internationale Auto-Finanzierungsgeschäft von Ally Financial in Lateinamerika, Europa und China. Das gesamte Transaktionsvolumen lag seinerzeit bei 4,2 Milliarden US-Dollar, wovon 1,7 Milliarden Dollar auf den europäischen Teil entfielen, wie Lohscheller in Rüsselsheim erklärte. Am 1. April wurde die Transaktion weitgehend geschlossen.

Hatfield Philips International hat als Special Servicer ein verbrieftes Immobiliendarlehen in Höhe von ursprünglich ca. 168 Millionen Euro restrukturiert und refinanziert. Das im Jahre 2005 von der Credit Suisse International (damals: Credit Suisse First Boston International) an die Griffin Rhein-Ruhr (damals: Vivacon Rhein Ruhr Portfolio I.) ausgereichte Darlehen diente der Finanzierung eines Immobilienportfolios in Deutschland.

Adler Real Estate hat die im März 2013 platzierte Unternehmensanleihe im Rahmen einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren in Europa um 15 Millionen Euro aufgestockt. Das Gesamtvolumen der Anleihe liegt nun bei 35 Millionen Euro.

PNE Wind hat die an institutionelle Investoren gerichtete Privatplatzierung der 8,0-prozentigen-Unternehmensanleihe 2013/2018 beendet. Institutionellen Investoren sowie Privatinvestoren haben rund 60 Millionen Euro gezeichnet.

YOC hat die Kapitalerhöhung vollständig platziert und einen Emissionserlös von 1,3 Millionen Euro erzielt.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de

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Sabine Paulus ist seit 2008 Redakteurin beim Fachmagazin FINANCE und der Online-Publikation DerTreasurer. Ihre Themenschwerpunkte sind Personal, Organisation, Karriere und Finanzierung. Sie ist M.A. und hat an der Universität Konstanz unter anderem das Hauptfach Deutsche Literatur studiert.

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