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Immobilienkonzern IVG lässt jetzt auch Anleihegläubiger darben

Der Immobilienkonzern IVG Immobilien beteiligt nun auch die Anleihegläubiger an seinen Verlusten. Ab sofort werden keine Zinsen mehr auf die 400 Millionen Euro schwere Hybridanleihe gezahlt, wie das Unternehmen mitteilte. Erst wenn die IVG ein “deutlich positives” Konzernergebnis schaffe, solle dies wieder geschehen. Der Immobilienkonzern rechnet jedoch eigenen Angaben zufolge frühestens 2013 damit. Die Aktionäre erhalten schon seit 2008 keine Dividende mehr und mussten sich seither durch Kapitalerhöhungen verwässern lassen. Der IVG-Vorstand begründete die Entscheidung nicht nur mit der Gleichbehandlung der unterschiedlichen Investoren. Dazu kommt noch, dass mit den frei werdenden Mittel die Kapitalstruktur verbessert werden sollen. Die Zinszahlungen für die Anleihe mit unbegrenzter Laufzeit summierten sich auf 32 Millionen Euro pro Jahr. Der Bond ist damit vergleichsweise teuer, einen Rückkauf kann sich der Konzern aber nicht leisten.

 

Für den neuen IVG-Chef Wolfgang Schäfers ist die Refinanzierung der Schuldenlast von fast fünf Milliarden Euro eine der größten Aufgaben. Ende 2013 soll es eine Milliarde weniger sein. Spätestens dann stehen auch die nächsten Refinanzierungen von Bankdarlehen an. Das Finanzierungsumfeld sei schwierig, hatte Schäfers Ende März eingeräumt.

 

 

Info

Verfolgen Sie die Verhandlungen mit aktuellen Updates auf der Themenseite zu IVG Immobilien.

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