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Kienbaum-Studie: Beteiligungsmanagement oft mangelhaft

(san)Viele Unternehmen weisen Defizite beim erfolgreichen Management ihrer Beteiligungen auf. Das ist das Ergebnis einer Studie der Managementberatung Kienbaum, für die insgesamt 114 Unternehmen mit signifikantem Beteiligungsportfolio befragt wurden. Viele Unternehmen würden ihre Beteiligungen nur passiv verwalten, anstatt sie aktiv zu managen. Dies und die fehlende Differenzierung zwischen strategischen und Finanzbeteiligungen führe dazu, dass geringere Erträge realisiert würden als bei einer Optimierung des Verhältnisses von Risiko zu Rendite möglich wären. Dabei sei die Erwirtschaftung stabiler Renditen eine der Kernaufgaben des Beteiligungsmanagements.

Oftmals sei die Betreuung der Beteiligungen zeitlich schlicht nicht intensiv genug. Besonders für Finanzbeteiligungen stünden vielfach nur geringe Personalkapazitäten zur Verfügung. Dies gilt für Industrieunternehmen deutlich stärker als für Banken. Hier könnten Mitarbeiter zum Teil nicht mehr als 40 Stunden jährlich für die Betreuung einer Beteiligung aufwenden. Insgesamt würden aber gleichzeitig bis zu 50 Prozent der Kapazitäten auf strategisch nicht relevante Beteiligungen entfallen. Auch bei Krisen seien vor allem die Industrieunternehmen schlecht gerüstet: Gerade einmal zehn Prozent verfügen hier über entsprechende Task-Forces und Notfallpläne, bei den Banken und Versicherungen sind es 32 Prozent.

 

Quellen: Kienbaum, FINANCE