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Kreise: Primacom geht an die Hauptgläubiger

(sar) Der Kabelnetzbtreiber Primacom soll sechs Monate nach Bekanntwerden seiner Zahlungsunfähigkeit von den vier Hauptgläubigern übernommen werden. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise.

Die Beteiligungsfirmen Alcentra, Tennenbaum Capital, Avenue Capital und die niederländische Bank ING als Hauptgläubiger verzichten dem Bericht zufolge auf Geld, das sie Primacom geliehen hatten, und werden dafür zu etwa gleichen Teilen Eigentümer der Kabelfirma. Durch diese Aktion sowie durch bereits eingeleitete Sparmaßnahmen sinke der Schuldenstand auf 100 Millionen Euro. Vor der Insolvenz hatte Primacom 350 Millionen Euro Schulden.

Fertige Pläne für einen baldigen Verkauf haben die Eigentümer Insidern zufolge noch nicht. In Branchenkreise wird über einen Verkauf an Marktführer Kabel Deutschland spekuliert, es ist aber fraglich, ob so ein Deal kartellrechtlich durchgehen würde. Aus Sicht von Primacom wäre ein Zusammenschluss mit anderen kleinen Betreibern wie Pepcom oder Tele Columbus sinnvoll, zitiert Reuters einen namentlich nicht genannten Primacom-Manager. Mit 1 Million Kabelkunden habe das Unternehmen allein keine kritische Größe.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

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