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Monier muss Bondemission verschieben

Monier

Die Monier-Gruppe schiebt die Emission einer 250 Millionen Euro schweren Hochrisikoanleihe hinaus. Wegen der „derzeitigen Marktsituation“ und Zinsen zwischen 10,25 und 10,5 Prozent würde die Emission die Kapitalkostenstruktur des Unternehmens nicht verbessern, wie Dow Jones am Mittwoch berichtet. Durch den von den aktuellen Wahlen in Frankreich und Griechenland krisengeschüttelten Markt und dem niedrigen Rating Moniers ist es dem Unternehmen nicht möglich, eine Anleihe mit niedrigerem Zins anzubieten. S&P bewertet den Baustoffhersteller mit B- und Fitch mit B.

Das Unternehmen im Besitz einer Luxemburger Holding versuchte kürzlich US-Investoren für den Kauf von Risikoanleihen zu gewinnen. In den USA ist die Nachfrage nach Hochrisikoanleihen wesentlich größer, da man dort offener für Hochrisikogeschäfte zu sein scheint, als in Europa. Jedoch schaffte Monier es nicht, genug Interessenten für den gewünschten Preis zu finden. Das Unternehmen erwirtschaftete 2010 über 1,28 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigte 8.849 Mitarbeiter in 33 Ländern.

Während einer Umstrukturierung der Schulden im Jahr 2009 entließ Monier rund 2.000 Mitarbeiter. In diesem Prozess haben Investoren wie Apollo Global Management, LLC, TowerBrook Capital Partners LP und York Capital Management das Unternehmen übernommen.

gerrit.appeldorn[at]finance-magazin.de