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Moody’s senkt Bonitätsnote von Heckler & Koch

(akm) Moody’s hat das Rating des Waffenherstellers Heckler & Koch von Caa1 auf Caa2 heruntergestuft. Von der Ratingaktion betroffen sind das Corporate Family Rating, die Ausfallwahrscheinlichkeit sowie die Bewertung der Anleihe über 295 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis 2018. Der Ausblick aller Ratings bleibt negativ.

Die Ratingagentur befürchtet, dass die schlechte finanzielle Position des Unternehmens seine Wettbewerbsposition beeinträchtigen könnte. Denn der Cashflow und die Liquiditätsreserven von Heckler & Koch seien nicht ausreichend, um mittelfristig die operativen Erfordernisse zu erfüllen und die Anleihe zu bedienen. Da das Unternehmen keine langfristigen Kreditlinien hat, ist die Liquidität laut Moody’s auf die Barbestände der Bilanz über 22 Millionen Euro (Stand 31.Dezember 2011) und auf die Cashflowerzeugung aus dem laufenden Geschäft beschränkt. Diese Bestände dürften laut Moody’s zwar ausreichen, um die Zinszahlungen aus der Anleihe über 14 Millionen Euro am 15. Mai zu bezahlen, spätere Zahlungen könnten jedoch in Gefahr sein.

Die Agentur erachtet die Kapitalstruktur von Heckler & Koch durch den hohen Verschuldungsgrad für unhaltbar. Ohne eine Kapitalspritze oder einen Langzeitkredit bliebe nur noch wenig Zeit, um die jährliche Zinslast von 28 Millionen Euro zu bedienen. Eine Restrukturierung der Schulden wird daher für Moody’s immer wahrscheinlicher. Für das vergangene Geschäftsjahr mit Ende zum 30. September 2011 hat die Agentur einen Verschuldungsfaktor (bereinigte Schulden/Ebitda) von 6,8 errechnet.

 

Quellen: Moody’s, FINANCE