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Oaktree und Insolvenzverwalter wollen Beluga abwickeln

(akm) Der US-Investor Oaktree und die vorläufigen Insolvenzverwalter der Bremer Schwergutreederei Beluga wollen die insolventen Teile des Konzerns abwickeln. Die von Oaktree gegründete neue Reederei Hansa Heavy Lift (HHL) soll das Kerngeschäft mit zunächst 16 von ursprünglich 72 Schiffen übernehmen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Edgar Grönda sprach von einer “übertragenden Sanierung”.

Oaktree war 2010 bei Beluga eingestiegen (mehr: Oaktree investiert in Reederei Beluga). Im März 2011 stellte die von Oaktree eingesetzte Geschäftsleitung nach und nach Insolvenzanträge für die meisten Firmentöchter und schaltete die Staatsanwaltschaft wegen “finanzieller Unregelmäßigkeiten” ein (mehr: Weitere Beluga-Tochterfirmen melden Insolvenz an). Sie ermittelt seitdem gegen Firmengründer Niels Stolberg und weitere ehemalige Manager wegen des Verdachts des besonders schweren Betruges (mehr: Staatsanwaltschaft: Betrugsverdacht gegen Beluga-Reederei erhärtet sich). Laut Insolvenzverwalter Grönda sollen 70 von ursprünglich 670 Beluga-Mitarbeitern zu HHL wechseln. 65 weitere würden noch eine Weile dafür gebraucht, um die insolventen Töchter abzuwickeln und bei der Aufklärung der vermuteten Betrügereien mitzuwirken. 224 Mitarbeiter würden entlassen, 209 hätten bereits von sich aus das Unternehmen verlassen. Betroffen seien auch über 100 freie Mitarbeiter, vor allem in ausländischen Niederlassungen, sagte Grönda.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

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