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Österreichs Staatsdruckerei will an die Börse

(sap) Die Österreichische Staatsdruckerei plant einen Börsengang, um sich für das weitere Wachstum zu rüsten. Das Unternehmen plane bereits für Freitag eine Erstnotiz an der Wiener Börse, sagte Firmenchef Robert Schächter am Montag zu Reuters. Von insgesamt 7,5 Millionen Aktien sollten aber nur 10 Prozent frei handelbar sein. Die Mehrheit solle in Besitz von zwei Stiftungen bleiben, die von Schächter und dem Investmentbanker Johannes Strohmayer kontrolliert werden. Mit dem Börsengang wolle sich die Firma die Möglichkeit schaffen, später den Kapitalmarkt anzuzapfen, erklärte der Firmenchef weiter. „Wir sind mit dem Listing klar, auch eine Kapitalerhöhung anzubieten für den Fall, dass sich vernünftige Akquisitions- oder Entwicklungsmöglichkeiten ergeben”, sagte Schächter weiter. „Immer mehr passiert im internationalen Geschäft. Möglicherweise sind am Wege diese Expansionsbemühungen auch Akquisitionen oder Technologiezukäufe ein Thema.“

Kaiser Franz I. gründete das Unternehmen 1804 als k.k. Hof- und Staatsdruckery, die zunächst Briefmarken herstellte. Heute erstellt das im Jahr 2000 privatisierte Unternehmen unter anderem elektronische Reisepässe, Personalausweise und Führerscheine und erzielte damit zuletzt einen Umsatz von 38,8 Millionen Euro und einen Gewinn von 5,3 Millionen Euro.

 

Quellen: Reuters, FINANCE