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OEW will EnBW Kapitalspritze geben

(akm) Der baden-württembergische Versorger EnBW darf auf frisches Kapital vom Großaktionär OEW hoffen. Die OEW sei “grundsätzlich bereit, an einer Kapitalerhöhung auch einseitig teilzunehmen”, sagte der Vorsitzende des Zweckverbands, Landrat Kurt Widmaier laut Nachrichtenagentur Reuters. Damit soll ein Signal an die Ratingagenturen gesendet werden, um die derzeitige Bonitätsnote von EnBW nicht zu gefährden.

Auch die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg sei nach den Worten von SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel grundsätzlich zu einer Kapitalerhöhung für den Energiekonzern EnBW bereit. “Wenn die Strategie feststeht, treffen wir sicher eine Entscheidung zum Wohl des Unternehmens und der Arbeitsplätze”, sagte Schmiedel am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Jedoch werde sich das Land nicht durch die Entscheidung der OEW für eine Kapitalerhöhung in Höhe von 400 Millionen Euro unter Druck setzen lassen. Das Land will neue kapitalkräftige Miteigentümer an Bord holen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen sagte am Dienstag in Stuttgart, als Investoren kämen Stadtwerke oder auch ausländische Kapitalgeber infrage. “Das müssen Kooperationspartner mit frischem Geld sein, die das Unternehmen voranbringen”, sagte der Regierungschef. Aus seiner Sicht besteht bei der Suche keinen Zeitdruck. “Solche Kapitalerhöhungen werden erst im April 2012 getätigt.”

Die OEW ist neben dem Land Baden-Württemberg einer der Großaktionäre bei EnBW und kontrolliert wie das Land rund 46,5 Prozent des Kapitals. EnBW hat nach dem politisch verordneten Atomausstieg in Deutschland Kapitalbedarf angemeldet.

 

Quellen: Reuters, dpa-AFX, FINANCE

 

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