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Patrizia will Aktien statt Geld an Aktionäre ausschütten

(sap) Der Wohnimmobilienkonzern Patrizia will weiter zukaufen und deshalb Aktien statt Geld an seine Aktionäre ausschütten. Statt einer Dividende von 8 Cent je Aktie solle jeder Aktionär für zehn Patrizia-Aktien eine weitere Patrizia-Aktie gratis erhalten, teilte das Augsburger Unternehmen mit. Dazu sollen durch eine Kapitalerhöhung aus Gewinnrücklagen insgesamt 5,2 Millionen neue Aktien geschaffen werden. „Anstelle einer Dividende von 4,2 Millionen Euro könnten wir mit dem gleichen Betrag ein weiteres Co-Investment im Volumen von rund 150 Millionen Euro eingehen“, begründete Finanzchef Arwed Fischer den Vorschlag, dem die Hauptversammlung am 20. Juni noch zustimmen muss.

 

Patrizia hatte vergangenen Monat für 1,4 Milliarden Euro die 21.000 Wohnungen der Landesbank Baden-Württemberg erworben. Mehr hierzu unter: Patrizia Immobilien kauft LBBW 21.000 Wohnungen ab. Diese Transaktion finanzierte Patrizia nur mit rund 15 Millionen Euro an Eigenkapital. Der Rest des Geldes stammt von elf Co-Investoren, die zu 95 Prozent aus Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen mit langfristigem Anlagehorizont bestehen.

 

Die LBBW-Transaktion könnte ein Vorbild für weitere Übernahmen sein. Innerhalb der nächsten vier Jahre soll das durch Patrizia betreute Immobilienvermögen (Assets under Management) auf 10 Milliarden Euro steigen – von 5,2 Milliarden Euro Ende 2011. „Wir sehen uns in der Lage, die nächsten zwei Jahre dieses Wachstum aus dem Cashflow darstellen zu können“, erklärte Fischer. In diesem Zeitraum werde das Unternehmen seine Aktionäre aller Voraussicht nach nicht um neues Eigenkapital bitten müssen.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

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