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Pfleiderer gibt Details der Restrukturierung bekannt

(ank) Der insolvenzbedrohte Holzverarbeiter Pfleiderer hat am Dienstag Details der finanziellen Restrukturierung bekannt gegeben. Dem „Posting“ zufolge ist für die Gläubiger ein Forderungsverzicht von 40 Prozent (ohne Finanzierungskreis Osteuropa) der in Anspruch genommenen Linien zuzüglich eines Teils der aufgelaufenen Zinsen und Gebühren vorgesehen. Im Zuge dessen stellen die Gläubiger der Gesellschaft im Mai einen zusätzlichen Kreditrahmen von 100 Millionen Euro als erstrangig besichertes Darlehen („Super Senior“) zur Verfügung. Das Darlehen soll nach den Kapitalmaßnahmen zur Hälfte wieder zurückgeführt werden.

 

Im Rahmen der avisierten Kapitalmaßnahmen wird es zu einem massiven Kapitalschnitt kommen. Werden die Pläne von Vorstand und Aufsichtsrat umgesetzt, würden die Altaktionäre künftig nur noch rund 1 Prozent der Aktien halten. Ferner ist eine Barkapitalerhöhung von bis zu 100 Millionen Euro geplant. Davon sollen 60 Millionen Euro von den Gläubigern und 40 Millionen Euro von den Altaktionären oder sonstigen Dritten erbracht werden. Kommen die 40 Millionen Euro nicht zusammen, wollen die Gläubiger den Restbetrag im Rahmen eines weiteren erstrangigen Kredits zur Verfügung stellen.

 

Nach der Kapitalerhöhung werden die Gläubiger – abhängig vom Zeichnungsverhalten der Altaktionäre – mindestens 80 Prozent am erhöhten Grundkapital von Pfleiderer halten. Die Altaktionäre kämen bei dieser Rechnung auf maximal 16 Prozent und die Inhaber der 2007 begebenen Hybridanleihe auf 4 Prozent. Letztere sollen dafür auf ihre Rechte aus dem Bond vollständig verzichten. Gläubiger, die auf 40 Prozent ihrer Forderungen verzichten, sich aber nicht an der Kapitalerhöhung beteiligen wollen, erhielten Optionsanleihen, die unter bestimmten Bedingungen in Aktien gewandelt werden können, so Pfleiderer.

 

Quellen: Pfleiderer, FINANCE

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