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Presse: US Ratings sollen in Europa nicht mehr zugelassen sein

(akm) In den USA angefertigte Ratings für Wertpapiere sollen in der EU nicht mehr zugelassen sein. Dabei könnte sich die EU-Kommission auf eine seit 2009 geltende Verordnung berufen, wie das Handelsblatt unter Berufung auf EU-Kommissionskreise berichtet. Diese Verordnung zwinge die europäischen Ratingagenturen dazu, eine Lizenz zu beantragen, ihre Bewertungskriterien offenzulegen und Interessenkonflikte zu beseitigen. Für Ratings aus Drittstaaten gilt die Verordnung dem Bericht zufolge erst ab dem 7. Juni. Dann wolle die EU Bonitätsnoten nur aus jenen Herkunftsländern akzeptieren, die vergleichbar strikte Vorschriften für Ratingagenturen erlassen haben wie die EU. Die Idee dahinter ist, eine vergleichbare Qualität von Ratings aus den USA und anderen Drittstatten zu fordern. Ein Verbot der US-Ratings könnte jedoch für die europäischen Banken weitreichende Folgen haben. Sie müssten für Finanzprodukte aus den USA, für die es kein europäisches Rating gibt, mehr Eigenkapital hinterlegen als bisher.

 

Quellen: dpa-AFX, FINANCE

Bildquelle: WikiCommons