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Q-Cells-Anleihegläubiger fordert fristgemäße Rückzahlung seiner Einlage

(sap) Ein Anleihegläubiger des angeschlagenen Solarkonzerns Q-Cells hat die fristgerechte Rückzahlung seiner Einlage gefordert. Über seine Anwälte ließ er am Donnerstag das Scheitern der Vergleichsverhandlungen erklären. „Wir fordern von Q-Cells die vollständige Rückzahlung der im Februar fälligen Anleihe für all diejenigen Anleihegläubiger, die nicht individuell mittels Einzelvereinbarungen auf Ansprüche verzichtet haben.“ Die Nachricht sorgte für einen Kursrutsch bei den Q-Cells-Aktien um bis zu 10 Prozent.

Q-Cells hatte sich Anfang Februar mit wesentlichen Inhabern seiner drei ausstehenden Wandelanleihen auf einen Tausch ihrer Papiere in Aktien geeinigt. Lesen Sie hierzu: Anleihegläubiger einigen sich mit Q-Cells. Den bisherigen Aktionären bleiben nach dem Plan maximal 5 Prozent an Q-Cells, der Rest gehört künftig den Fremdkapitalgebern. Die Inhaber des Ende Februar 2012 fälligen Wandlers sollen nach Abschluss der Finanzrestrukturierung eine Zahlung von 20 Millionen Euro – 10 Prozent des Nennwertes – erhalten. Über einen Kapitalschnitt (Debt-Equity-Swap) erhalten sie nach dem Plan aber ebenso wie die Inhaber der anderen beiden Schuldpapiere, die 2014 und 2015 fällig werden, Q-Cells-Aktien, womit die bisherigen Aktionäre fast enteignet würden. Ohne die Einigung hätte Q-Cells die Insolvenz gedroht.

 

Quellen: Reuters, FINANCE