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Siemens muss 648 Millionen Euro an Areva zahlen

(akm) Ein Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer hat dem Elektrokonzern Siemens eine hohe Geldstrafe aufgebrummt. Die Münchener müssen nun ihrem ehemaligen Partner Areva 648 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zahlen. Hintergrund des Verfahrens ist der Verkauf des Siemens-Anteils an dem zusammen mit Areva betriebenen kerntechnischen Gemeinschaftsunternehmen Areva NP an die Franzosen (mehr: Siemens will Anteil an Areva verkaufen). Im Zusammenhang mit dem Verkauf hatte Siemens im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011 einen positiven Ergebnisbeitrag von 1,52 Milliarden Euro vor Steuern erzielt. Die nun fällige Zahlung an Areva wird bei den Münchnern im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011 ergebniswirksam. Das Schiedsgericht beschränkte allerdings die Wirksamkeit des Wettbewerbsverbots auf vier Jahre. Es läuft demnach bis zum 25. September 2013.

 

Quellen: dpa-AFX, Reuters, FINANCE