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Stada finanziert Expansion mit Schuldscheinen

(akm) Der Arzneimittelhersteller Stada sichert seinen Expansionskurs mit der Ausgabe von Schuldscheindarlehen ab. Insgesamt habe Stada 400 Millionen Euro aufgenommen, um die jüngsten Zukäufe zu bezahlen und auslaufende Schuldscheindarlehen zu refinanzieren, teilte das in Bad Vilbel ansässige Unternehmen am Donnerstag mit. Die Emission sei auf großes Interesse gestoßen und das Volumen mehrfach erhöht worden. Stada hatte im Mai die Übernahme eines Arzneimittelpakets vom Wettbewerber Grünenthal für 360 Millionen Euro angekündigt und will auch das Generikageschäft der Schweizer Firma Spirig Pharma für 78 Millionen Euro kaufen. Die Grünenthal-Übernahme soll noch in diesem Jahr, der Zukauf in der Schweiz im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden.

 

Die neu platzierten Schuldscheindarlehen haben den Angaben zufolge Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahren und werden teils variabel, teils festgeschrieben verzinst. Laut LBBW handelt es sich um die drittgrößte Schuldscheinemission in diesem Jahr. Der fixe Zinssatz liege im Durchschnitt bei 4,27 Prozent pro Jahr – und damit “deutlich unter dem Zinssatz, zu dem sich Stada durch die alternativ erwogene Platzierung einer Unternehmensanleihe zu den gegenwärtigen Marktbedingungen hätte finanzieren können”, hieß es in der Mitteilung. Insgesamt ist Stada nun mit rund 730 Millionen Euro über langfristige Schuldscheindarlehen und mit weiteren 350 Millionen Euro über eine 2010 begebene Unternehmensanleihe verschuldet. Die Aufnahme der Schuldscheindarlehen begleiteten die Landesbanken Helaba die LBBW.

 

Quellen: Reuters, Stada, LBBW, FINANCE

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