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Stadt Qickborn nimmt neuen Anlauf für Bürgerkredit

(elb) Die Stadt Qickborn (Schleswig-Holstein) unternimmt einen neuen Versuch, um das Vorhaben Bürgerkredit in die Tat umzusetzen. Ab Montag, dem 8. März, will die Stadt zwei Millionen Euro als Darlehen aus Bürgerhand aufnehmen. Um den rechtlichen Erfordernissen gerecht zu werden, ist bei dem Kreditgeschäft eine Bank zwischengeschaltet. Die Bank für Investments und Wertpapiere (BIW) aus Willich sammelt das Geld der Anleger über Ihre Internetplattform Heimatinvest ein und gibt es dann als Darlehen an die Kommune. Die Forderungen gegenüber der Stadt Quickborn reicht die Bank an die Anleger weiter. Für diese Dienstleistung erhält die BIW von der Kommune 0,15 Prozent der erhaltenen Kreditsumme. Außerdem müssen die Anleger eine jährliche Kontogebühr von 12 Euro an die Bank entrichten. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Qickborn 4 Millionen Euro gegen einen Zins von 3 Prozent direkt von den Bürgern geliehen. Im Oktober 2009 schob dann aber die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dieser Praxis einen Riegel vor. Der Grund: Qickborn hatte mit diesem Modell gegen das Kreditwesengesetz verstoßen, das für solche Einlagengeschäfte eine Banklizenz vorsieht.

Ob das neue Modell erfolgreich sein wird, ist noch offen. Die Kreditkonditionen sind für Anleger nicht sonderlich attraktiv. Bei zwei Jahren Laufzeit beträgt die Zinsrate 1,5 Prozent. Bei fünf Jahren 2,6 Prozent. Die Stadt Quickborn aber hofft, mit der Zweckbindung der Mittel vor allem bei den eigenen Bürgern punkten zu können: Das Geld soll in die Renovierung des örtllichen Gymnasiums und in den Neubau einer Sporthalle fließen.

 

Quellen: Der Neue Kämmerer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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