Newsletter

Abonnements

Studie: Finanzinvestoren machen nach Krise Bogen um junge Firmen

Jungunternehmer kommen einer Studie zufolge infolge der Finanzkrise kaum mehr an Gelder privater Investoren. Deutsche Beteiligungsfirmen konzentrierten sich in den vergangenen Jahren immer mehr auf Übernahmen etablierter Firmen, hieß es in einer am Dienstag vorgestellten Analyse der Förderbank KfW. Dies zeige sich unter anderem an einem deutlichen Anstieg der Investitionssummen. Wagniskapitalgeber aus dem öffentlichen Sektor wie etwa Förderbanken hätten diese Lücke nicht schließen können. KfW-Volkswirtin Margarita Tchouvakhina sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung.

 

Viele Gründer und Jungunternehmer sind auf private Geldgeber angewiesen, die aber wegen der Finanzkrise größere Risiken scheuen. Die Gefahr, dass die jungen Firmen scheitern, ist vielen Wagniskapitalgebern zu groß – zumal sie ohnehin mit sinkenden Renditen zu kämpfen haben.

 

Denn Beteiligungsfirmen kamen in den vergangenen Jahren kaum mehr an Kredite, mit denen sie ihre Investments oft finanzieren. Zudem fuhren viele Firmen in Private-Equity-Hand in der Krise gegen die Wand. Der Studie zufolge waren 2009 mehr als 40 Prozent aller Ausstiege von Beteiligungsfirmen bei Unternehmen Totalverluste. Vier Jahre zuvor waren es nur 24 Prozent. Mit dem Wirtschaftsaufschwung der vergangenen Monate hat sich die Lage für die Finanzinvestoren wieder etwas aufgehellt.

 

Quelle: Reuters