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Umbau von EnBW soll zunächst rund 800 Millionen Euro kosten

(akm) Das Land Baden-Württemberg und der Kommunalverband OEW sollen sich den Umbau des Energiekonzerns EnBW zum Ökostrom-Unternehmen nach internen Planungen von EnBW zusammen rund 800 Millionen Euro kosten lassen. “Mit 700 bis 800 Millionen Euro könnten wir durchstarten”, sagte eine mit den Überlegungen des Karlsruher Versorgers vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere 1,5 Milliarden Euro sollen Anfang 2014 der Verkauf von Minderheitsbeteiligungen von EnBW etwa am Gas-Importeur VNG und die Öffnung von Tochtergesellschaften für weitere Aktionäre bringen. Rund 750 Millionen Euro hofft EnBW-Chef Hans-Peter Villis durch Einsparungen hereinzubekommen.

Die Diskussion mit der grün-roten Landesregierung über die Strategie sei in vollem Gange, sagte ein Insider laut Reuters. Am 23. September soll sie im Aufsichtsrat der EnBW besprochen werden. In der Landesregierung gebe es Bestrebungen, EnBW zu einer Art großem Stadtwerk umzubauen. Das bisher mehr als alle anderen deutschen Versorger vom Atomstrom abhängige Unternehmen selbst denkt an weitere Windparks in der Nordsee und Gas-Kraftwerke und will auch in Nachbarstaaten wie der Schweiz oder Tschechien aktiv bleiben. Das Land Baden-Württemberg war noch unter CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus mit 46,5 Prozent bei EnBW eingestiegen.

 

Quellen: Reuters, FINANCE