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Auslandsbanken dominieren die League Tables

Die BNP Paribas hat sich an die Spitze der DCM League Tables gesetzt. Insgesamt geben die Auslandsbanken bislang ein starkes Bild ab.
BNP Paribas UK

Die Auslandsbanken haben das Investmentbanking im deutschsprachigen Raum offenbar fest im Griff. In den League Tables liegen nach drei von vier Quartalen Banken aus der Schweiz, Italien und Frankreich vorn. Das zeigen Daten des Dienstleisters Dealogic, der die Statistiken zu angekündigten M&A-Deals mit Zielunternehmen in der DACH-Region sowie zu Debt Capital Markets, Equity Capital Markets und Syndicated Loans jeden Monat exklusiv für FINANCE aufbereitet.

In den M&A League Tables liegt die Credit Suisse nach den ersten neun Monaten des Jahres die Credit Suisse an der Spitze: Die Schweizer haben Deals mit einem Volumen von 132,2 Milliarden US-Dollar begleitet. Auf den weiteren Rängen folgen die US-Banken: J.P. Morgan liegt mit 26 begleiteten M&A-Deals im Gesamtwert von 106,2 Milliarden Dollar auf dem zweiten Rang, gefolgt von Morgan Stanley (99,3 Milliarden Dollar) und der Bank of America Merrill Lynch (98,4 Milliarden Dollar). Den fünften Rang belegt derzeit Goldman Sachs mit einem begleiteten Dealwert von 92,2 Milliarden Dollar.

BNP Paribas überholt Credit Suisse und UniCredit bei DCM

Bis vor kurzem führte die Credit Suisse auch noch in den League Tables für Fremdkapitaltransaktionen. Diesen  Spitzenplatz mussten die Schweizer  im September wieder abgeben – jedoch nicht an die UniCredit, mit der sich die Credit Suisse in diesem Jahr bislang ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatte. Gleich zwei Wettbewerber haben  sich zum Ende des dritten Quartals noch vor die beiden Kontrahenten geschoben. Die  BNP Paribas übernimmt mit  19 Corporate-Transaktionen im Investment-Grade-Bereich die Spitze in den DCM League Tables. Die Franzosen haben in diesem Jahr bislang ein Volumen von 6,6 Milliarden Dollar bewegt. Dahinter folgt Goldman Sachs mit 16 begleiteten Transaktionen im Gesamtvolumen von knapp 6,0 Milliarden Dollar.

Die Credit Suisse hat zwar doppelt so viele Deals begleitet wie Goldman, das Dealvolumen von 5,3 Milliarden Dollar reicht aber nur für den dritten Rang, auch wenn die Schweizer die meisten Transaktionen der Top-Ten-Banken getätigt haben. Die UniCredit liegt auf dem vierten Rang, mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Barclays.

Commerzbank rutscht bei syndizierten Krediten vom Podest

Der Mega-Deal zwischen Bayer und Monsanto gibt nicht nur dem M&A-Geschäft,  sondern auch dem Markt für syndizierte Kredite einen gewaltigen Schub: Mit der Mitte September unterzeichneten bindenden Fusionsvereinbarung fand die vereinbarte Akquisitionsfinanzierung Eingang in die Dealogic-Statistik für den Kreditmarkt. Die Finanzierung umfasst umgerechnet etwa 56,7 Milliarden Dollar. Von Beginn an waren die Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse, Goldman Sachs, HSBC und J.P. Morgan mit im Konsortium. In den League Tables spiegelt sich die Transaktion bislang nicht wider. Inzwischen wurde die Finanzierung an mehr als 20 Banken aussyndiziert. Sie alle dürften daraus in den kommenden Wochen einen Schub in den League Tables erfahren.

Zum Stand Ende September verteidigte die UniCredit ihre Führung deutlich mit 61 begleiteten Transaktionen im Gesamtwert von 19,2 Milliarden Dollar. Vom siebten auf den zweiten Rang vorgerückt ist J.P. Morgan. Die Bank begleitete zwar nur 14 Transaktionen, kommt aber auf einen Gesamtwert von 9,9 Milliarden Dollar. Auf dem dritten Rang findet sich die HSBC. Die Commerzbank verliert ihren Podestrang auf und rutscht auf den vierten Platz ab, gefolgt von der Deutschen Bank. Damit findet sich auch in den League Tables für SynLoans kein Bankhaus aus Deutschland unter den Top Drei. 

UBS verteidigt die Führung bei Eigenkapitaltransaktionen

Genauso wenig reicht es bei den Eigenkapitaltransaktionen fürs Treppchen. Die Schweizer UBS sichert sich mit neun begleiteten Transaktionen im Gesamtvolumen von 2,1 Milliarden Dollar den Spitzenplatz in den Dealogic League Tables, wie auch im Vormonat gefolgt von J.P. Morgan (10 Transaktionen im Volumen von 1,8 Milliarden Dollar). Die Credit Suisse macht einen Sprung vom fünften auf den dritten Rang und kann nun neun Transaktionen im Volumen von 1,3 Milliarden Dollar für sich ausweisen.

Dadurch verliert die Deutsche Bank ihren dritten Rang aus dem Vormonat und beendet das dritte Quartal mit sechs begleiteten Eigenkapitaltransaktionen im Gesamtvolumen von knapp 1,2 Milliarden Dollar knapp hinter den Schweizern auf Rang vier. Die vollständigen Datenblätter für die DACH-Region stehen in unserer FINANCE-Datenbank kostenlos zum Download  zur Verfügung.

Info

Die Marktdaten zum Download

Alle aktuellen Daten, Statistiken und League Tables für die Bereiche Debt Capital Markets, Equity Capital Markets, Syndicated Loans und M&A-Deals finden Sie nach kurzer Registrierung im Bereich FINANCE-Research kostenlos zum Download. 

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