Was wusste Ex-Wirecard-CFO Burkhard Ley?

Wirecard

FINANCE+ 23.07.20
Finanzierungen

„Die Zatarra-Vorwürfe sind völlig substanzlos“

Im Jahr 2016 sprach FINANCE mit dem damaligen Wirecard-Finanzchef Burkhard Ley. Schon damals musste sich der Konzern Vorwürfen rund um Geldwäsche, illegales Glücksspiel und dubiose Transaktionspartner stellen. Dies waren seine Antworten.

Herr Ley, Sie sind seit 2006 bei Wirecard. Hatten Sie anfangs Berührungsängste gegenüber dem Geschäftsmodell von Wirecard, dessen schwere Durchschaubarkeit ja gerade dieser Tage Beobachtern wieder vor Augen geführt wird?

Nein, überhaupt nicht. Wir sind im Vorstand zu dritt: Meine Kollegen haben beide einen Technologiehintergrund, ich kenne Finanzen und Banking – das reflektiert auch die Verteilung des Geschäfts im Unternehmen. Kurz bevor ich eingetreten bin, fand der Börsengang statt, und am Tag meines Amtsantritts haben wir die heutige Wirecard Bank AG zugekauft. Dass sich ein Hightech-Unternehmen eine Bank zulegt, weil es sie benötigt, um sein Geschäftsmodell weiterzuentwickeln, fand ich spannend.

Ist die Wirecard Bank eine Vollbank?

Ja, das ist sie. Sie unterliegt denselben Auflagen wie jede andere Bank auch: Wir haben einen intensiven Umgang mit der BaFin und der Bundesbank, arbeiten eng mit Kartenanbietern wie Visa, Master Card oder Union Pay aus China zusammen. Darüber hinaus sind wir im Einlagensicherungsfonds und Mitglied im Bundesverband deutscher Banken. Ich selbst bin in Personalunion Konzern-CFO und Vorstandsmitglied der Wirecard Bank.

Das heißt, Sie haften wie jeder Bankvorstand für die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen?

So ist es. Ich habe 2006 auch den Bewilligungsprozess unter der Überschrift „fachliche Eignung“ bei der deutschen Bundesbank und der BaFin durchlaufen, wie jeder andere Bankvorstand in Deutschland auch.

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