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EU lenkt bei Libor-Umstellung ein

Die EU will die Benchmark-Reform anpassen, um ein Chaos bei der Libor-Umstellung zu vermeiden.
octabas/iStock/Thinkstock/Getty Images

Mit einer Überarbeitung der Benchmark-Reform will die EU-Kommission ein Chaos bei der Libor-Umstellung vermeiden. Die Brüsseler Behörde hat vorgeschlagen, dass bestehende Verträge, die auf die Libor-Zinssätze referenzieren, ab Anfang 2022 auf einen Ersatz-Zinssatz abstellen sollen. Das würde bedeuten, dass Banken und Unternehmen Verträge, die über Ende 2021 hinaus laufen, nicht anpassen müssen – was angesichts der schieren Menge an Libor-Bezügen in Finanzierungs- und Derivategeschäften eine enorme Entlastung wäre.

Libor steht Ende 2021 vor dem Aus

Ende 2021 kommt für die skandalgeplagten Libor-Zinssätze voraussichtlich das endgültige Aus. Deshalb dürfen auch Altverträge nicht mehr auf Referenzzinsen abstellen. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht vor, dass dann gesetzlich geregelte Fall-Back-Rates greifen, was Rechtssicherheit schaffen würde.

Unklar ist derweil noch, wie diese Ersatzraten genau aussehen werden. Im Kern dürften sie auf den neuen Overnight-Zinssätzen in den unterschiedlichen Währungsräumen basieren. In den USA ist das beispielsweise der Sofr, in Großbritannien der Sonia. Diese werden die Libor-Raten ab Anfang 2022 für Neuverträge ablösen. Allerdings sind sie nicht gleichzusetzen mit Fall-Back-Rates für Altverträge.

Worin der Unterschied besteht und warum Finanzabteilungen dennoch aufpassen müssen, erfahren Sie bei unserer Schwesterpublikation DerTreasurer.

desiree.buchholz[at]finance-magazin.de

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Desirée Buchholz ist Redakteurin bei FINANCE und Leitende Redakteurin der Schwesterpublikation DerTreasurer. Seit 2014 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Desirée Buchholz hat einen Masterabschluss im Fach International Business and Economics und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt sowie die Wirtschaftsmedien von Gruner + Jahr.

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