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M&A League Tables: JP Morgan profitiert von Vonovia-Coup

Das Vonovia-Angebot für die Deutsche Wohnen wirbelt die M&A League Tables durcheinander. JP Morgan und die BofA ML profitieren davon.
Vonovia

Großer Wirbel bei den M&A League Tables: Erst im vergangenen Monat hatte das Mandat zur Beratung der Deutschen Wohnen bei der LEG-Übernahme die Deutsche Bank im Beraterranking nach oben katapultiert. Doch inzwischen ist diese Transaktion vom Tisch, dafür ist die Deutsche Wohnen selbst zum Target geworden. Das Angebot der Vonovia hat ein Volumen von mehr als 15 Milliarden US-Dollar – und bringt die League Tables wiederum durcheinander.

Die Deutsche Bank spürt den Verlust des Mandats und fällt nach Abzug der LEG-Transaktion vom vierten auf den siebten Rang zurück. Das zeigen Daten des Dienstleisters Dealogic, der die Statistiken zu M&A-Deals mit Zielunternehmen in der DACH-Region sowie zu Debt Capital Markets, Equity Capital Markets und Syndicated Loans jeden Monat exklusiv für FINANCE aufbereitet. Standen im Vormonat noch begleitete M&A-Deals über 40,98 Milliarden Dollar in den League Tables, waren es zum Stand Ende Oktober nur noch 33,72 Milliarden Dollar.

Vonovia-Vorstoß nützt JP Morgan und BofA ML

Vom abgeblasenen LEG-Deal profitiert haben dagegen die US-Investmentbanken JP Morgan und Bank of America Merrill Lynch (BofA ML), die nun das Gebot der Vonovia für die Deutsche Wohnen begleiten. JP Morgan setzte sich zum Stichtag am 31. Oktober mit 23 begleiteten M&A-Deals im Gesamtwert von 69,02 Milliarden Dollar an die Spitze der M&A League Tables, noch vor Goldman Sachs (21 begleitete Transaktionen im Gesamtvolumen von 60,65 Milliarden Dollar) und die Bank of America Merrill Lynch, die mit 14 begleiteten M&A-Deals im Gesamtwert von 55,47 Milliarden Dollar den dritten Rang erobert.

Auch die Credit Suisse macht einen Sprung nach oben: Nach Rang acht im Vormonat, als ein begleitetes Transaktionsvolumen von 22,47 Milliarden Dollar in den Büchern stand, hat das Schweizer Haus im Oktober mit einem begleiteten Gesamtvolumen von 37,57 Milliarden Dollar den Sprung in die Top Fünf der M&A League Tables geschafft.

ECM League Tables: IPOs bringen Deutsche Bank nach vorn

Doch die Deutsche Bank kann dafür in anderen Bereichen ordentlich zulegen. In den League Tables für Eigenkapitaltransaktionen hat Deutschlands größtes Geldhaus im Oktober die Spitzenposition erobert. Die Deutsche Bank begleitete sowohl die Börsengänge der ehemaligen Bayer-Kunststoffsparte Covestro als auch von Schaeffler und war damit an den beiden größten Eigenkapitaltransaktionen des Monats in der DACH-Region beteiligt. Laut Dealogic gab es in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den ersten zehn Monaten dieses Jahres bislang 14 Börsengänge, die ein Gesamtvolumen von 10 Milliarden Dollar erreicht haben. Insgesamt erzielte der Eigenkapitalmarkt in Deutschland ein Volumen von 27,8 Milliarden Dollar, verteilt auf 100 Transaktionen.

Mit begleiteten Eigenkapitaltransaktionen im Gesamtvolumen von 4,1 Milliarden Dollar hat die Deutsche Bank sich nun vom zweiten auf den ersten Rang vorgearbeitet. Der Vorsprung vor der UBS bleibt allerdings hauchdünn: Mit einem begleiteten Volumen von 3,93 Milliarden Dollar belegen die Schweizer den zweiten Platz, ebenfalls nur knapp vor Morgan Stanley. Die US-Bank hat ihren Rückstand auf die Führung ebenfalls verkürzt und bringt ein begleitetes Volumen von 3,89 Milliarden Dollar mit. Die vollständigen Datenblätter für die DACH-Region stehen in unserer FINANCE-Datenbank kostenlos zum Download zur Verfügung.

Zwei US-Banken fallen aus League Tables für Syn Loans

Den Markt für syndizierte Kredite dominierten im vergangenen Monat die Schweizer Unternehmen: Das Rohstoffhandelshaus Vitol sicherte sich eine Kreditlinie über 8 Milliarden Dollar und refinanzierte damit eine Kreditlinie aus dem vergangenen Jahr, auch der Nahrungsmittelkonzern Nestlé schlug mit 7,4 Milliarden Dollar zu. Philip Morris International Management sicherte sich indes 3,5 Milliarden Dollar.

In den League Tables steht auch bei Syndicated Loans die Deutsche Bank an der Spitze, das Bankhaus begleitete im Jahr 2015 bislang 69 Transaktionen im Gesamtvolumen von 14,37 Milliarden Dollar. Dahinter folgen wie im Vormonat JP Morgan (20 Transaktionen im Volumen von 12,97 Milliarden Dollar) und die UniCredit (63 Deals über insgesamt 11,18 Milliarden Dollar). Im Gegensatz zu JP Morgan mussten sich Goldman Sachs und Morgan Stanley aus den Top Ten verabschieden: Die ING, die Société Générale sowie die Citigroup schoben sich an den beiden US-Banken vorbei. 

Deutsche Bank baut Vorsprung in DCM-Ranking aus

Auch in den League Tables für Fremdkapitaltransaktionen konnte die Deutsche Bank ihre Spitzenposition aus dem Vormonat behaupten und den Vorsprung leicht ausbauen: Mit 21 begleiteten Transaktionen im Gesamtvolumen von 7,27 Milliarden Dollar führt sie das Ranking an vor Barclays (16 begleitete Deals über insgesamt 5,61 Milliarden Dollar) und JP Morgan (15 Transaktionen im Volumen von insgesamt 4,94 Milliarden Dollar).

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