23.08.10
Finanzierungen

Dürr verzichtet auf Bonitätsratings bei Anleihe

Der Anlagenbauer *Dürr* will bei seiner neuen Anleiheemission im Herbst auf Bewertungen seiner Kreditwürdigkeit durch Ratingagenturen verzichten. Wie die _Stuttgarter Zeitung_ berichtet, sieht das Unternehmen keinen Mehrwert mehr in den Bonitätsratings.

(anb) Der Anlagenbauer Dürr will bei seiner neuen Anleiheemission im Herbst auf Bewertungen seiner Kreditwürdigkeit durch Ratingagenturen verzichten. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, sieht das Unternehmen keinen Mehrwert mehr in den Bonitätsratings. „Wir vertrauen auf die Bekanntheit unserer Marke und darauf, dass die Anleger sich selbst ein Urteil über das Unternehmen bilden, sagte Dürr-CFO Ralf Heuwing gegenüber der Zeitung. Die Ratings waren im Jahr 2004 für die damalige Anleiheplatzierung als nötig erachtet worden. Bislang hatten die Ratingagenturen Standard & Poors und Moody’s die Kreditwürdigkeit des Unternehmens bewertet. Bezüglich des Unternehmensratings sei jedoch noch keine Entscheidung gefallen, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber FINANCE.

Der Anlagenbauer will im Herbst eine neue Anleihe über 100 Millionen Euro emittieren, um die Zinskosten zu senken. Mit dem Erlös aus dem neuen Papier mit einer Laufzeit von fünf Jahren soll die 2004 begebene Anleihe mit einem Zinssatz von 9,75 Prozent abgelöst werden. Lesen Sie hierzu auch: Anlagenbauer Dürr will mit Umschuldung Zinskosten senken. Die neue Anleihe soll Dürr zufolge vor allem Vermögensverwalter und vermögende private Investoren anlocken. „Für die Hälfte der geplanten Summe haben wir schon potenzielle Interessenten“, so Heuwing weiter.

 

Quellen: Stuttgarter Zeitung, FINANCE