Der Media-Markt-Saturn-Betreiber Ceconomy erhält Milliardenhilfe von der KfW.

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04.05.20
Finanzierungen

Finanzierungen: Ceconomy, Heidelberg Pharma, PCC

Ceconomy erhält voraussichtlich einen milliardenschweren Kredit, Heidelberg Pharma schließt eine Privatplatzierung ab und PCC emittiert eine neue Anleihe – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Ceconomy erhält KfW-Kredit

Der Handelskonzern Ceconomy erhält voraussichtlich einen revolvierenden Konsortialkredit über 1,7 Milliarden Euro. Die Bundesregierung habe über die Förderbank KfW bereits zugestimmt. Die Zusage der Partnerbanken von Ceconomy steht noch aus. Die Gespräche mit den Banken seien jedoch in einem „weit fortgeschrittenen Stadium“.

Der Kredit soll bis Dezember 2021 laufen und einmal um ein Jahr verlängert werden können. Dem muss allerdings die KfW noch zustimmen. Bedingung für den Kredit ist zudem, dass Ceconomy während der Laufzeit keine Dividende ausschüttet. 

Heidelberg Pharma sammelt über 14 Millionen Euro ein

Dem Onkologie-Spezialisten Heidelberg Pharma fließt durch eine Privatplatzierung über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 14,4 Millionen Euro zu. Insgesamt hat das Unternehmen rund 2,8 Millionen neue Aktien ausgegeben, was knapp 10 Prozent des Grundkapitals entspricht.

Rund 2,68 Millionen Aktien sind demnach bei der Hauptaktionärin Dievini Hopp Biotech platziert worden. Die restlichen 141.000 Aktien zeichneten institutionelle Investoren. Der Ausgabepreis betrug 5,10 Euro. Als Global Coordinator und Sole Bookrunner der Kapitalerhöhung fungierte die Main First Bank.

PCC platziert neue Anleihe

Die Beteiligungsgesellschaft PCC mit Sitz in Duisburg emittiert eine neue Anleihe über bis zu 10 Millionen Euro. Der Bond wird mit 3 Prozent fest verzinst und hat eine Laufzeit von zwei Jahren bis zum 1. Mai 2022. Es ist bereits die 75. Anleihe für PCC. Das Volumen der aktuell im Umlauf befindlichen Bonds liegt bei 404 Millionen Euro.

Weitere Meldungen

Der Wind- und Solarparkprojektierer Energiekontor hat von der ING einen Kredit mit 19 Jahren Laufzeit zur Finanzierung eines Windparks erhalten. Die Höhe des Darlehens ist nicht bekannt. Das Besondere an der Transaktion ist, dass sie auf dem neuen Referenzzins Estr basiert. Nach Angaben der ING ist es weltweit das erste Darlehen, das an diesen neuen Zins gekoppelt ist. Die Bank wurde bei der Transaktion von Linklaters beraten. Mehr über die Finanzierung erfahren Sie bei der FINANCE-Schwesterpublikation DerTreasurer.

Die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss werden in der Coronakrise Medienberichten zufolge vom Schweizer Staat unterstützt. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, sollen die Fluggesellschaften Bankkredite in Höhe von 1,5 Milliarden Schweizer Franken (rund 1,4 Milliarden Euro) erhalten. Der Bund stelle dafür die Bürgschaften zur Verfügung.

Auch die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Austrian Airlines (AUA) hat in Österreich Staatshilfen über 767 Millionen Euro beantragt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sei ein entsprechender Antrag bei der Österreichischen Kontrollbank und der staatlichen Corona-Finanzierungsagentur Cofag vergangene Woche gestellt worden.

Offenbar erwägt die Lufthansa das Hilfspaket mit der Bundesregierung platzen zu lassen und sich stattdessen in ein Schutzschirmverfahren zu flüchten. Mehr über die Wendung bei der Lufthansa finden Sie hier

Medienberichten zufolge soll der Industriekonzern ThyssenKrupp eine Zusage der KfW über einen Corona-Hilfskredit über 1 Milliarde Euro erhalten haben. Eine Bestätigung des Unternehmens steht aber noch aus.

Der Ferienflieger Condor erhält einen Not-Kredit über 294 Millionen Euro sowie 256 Millionen Euro zur vollständigen Refinanzierung eines Überbrückungskredits, den das Unternehmen vergangenen Winter nach der Insolvenz von Thomas Cook erhalten hatte.

Der IT-Dienstleister Onoff hat sich frische Liquidität gesichert. Das Unternehmen hat mit der Deutschen Bank und der Stadtsparkasse Wunstorf neue Kreditverträge unterzeichnet. Damit konnte der KfW-Unternehmerkredit in Höhe von bis zu 3 Millionen Euro gesichert werden. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre, der Zinssatz liegt bei 1 Prozent.

Das Münchener Start-Up YFood Labs hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 15 Millionen Euro frisches Kapital eingesammelt. Lead-Investor war der Londoner Venture Capital Fund Felix Capital. Ebenfalls an der Runde beteiligten sich die bestehenden Investoren Five Seasons Ventures und New Ground Ventures sowie das neuseeländische Lebensmittelunternehmen Fonterra, das sich erstmals an YFood beteiligte. Die Kanzlei Taylor Wessing (Federführung: Norman Röchert) hat den Lead-Investor Felix Capital bei der Transaktion beraten.

Die Vitronet-Gruppe, ein Unternehmen aus dem Portfolio des von der Deutschen Beteiligungs AG beratenen DBAG Expansion Capital Fund, hat sich refinanziert. Die Finanzierung wurde dabei über ein Unitranche/Super-Senior-Darlehen strukturiert. Kreditgeber sind vom Investmentmanager Black Rock verwaltete Fonds. Black Rock wurde bei der Transaktion von Latham & Watkins (Federführung: Thomas Weitkamp) beraten. Neben der Refinanzierung wurden zudem weitere Tranchen als Wachstumsfinanzierung bereitgestellt. Die finanziellen Details der Transaktion sind nicht bekannt. 

Ratingmeldung

Scope bestätigt das Rating der Investmentholding Haniel bei BBB-, der Ausblick ist stabil. Die Agentur begründet den Schritt mit der weiterhin fein justierten Investmentstrategie der Holding in Familienbesitz.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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