Continental hat sich mit seinem ersten US-Bond 950 Millionen Dollar frisches Kapital besorgt.

Continental

17.09.12
Finanzierungen

Finanzierungen: Conti, Leoni, Spar

Conti hat seinen ersten US-Bond wegen Überzeichnung um fast das doppelte auf 950 Millionen Dollar erhöht. Auch Leoni stockte wegen der hohen Nachfrage um 100 Millionen Euro auf. Diese und weitere Finanzierungen finden Sie im FINANCE-Überblick.

Conti begibt 950-Millionen-Dollar-Bond

Der deutsche Automobilzulieferer Continental hat seine erste Anleihe in US-Dollar begeben. Das Volumen ist mit 950 Millionen Dollar fast doppelt so hoch wie ursprünglich vorgesehen. Anfangs hatte Conti lediglich 500 Millionen  Dollar einsammeln wollen. Die Laufzeit liegt bei sieben Jahren, in denen das Unternehmen den Gläubigern einen Festzins von 4,5 Prozent zahlt. Damit liegt der Kupon deutlich niedriger als bei den vergangenen Conti-Bonds aus dem Jahr 2010, bei denen die Zinsen zwischen 6,5 und 8,5 Prozent lagen. Mit dem frischen Geld will das Hannoversche Unternehmen einen Teil des im April 2014 fällig werdenden Bankenkredits  vorzeitig zurückzahlen.

Leoni platziert Schuldschein über 250 Millionen Euro

Der Kabelkonzern Leoni hat ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 250 Millionen Euro platziert. Auch bei dem Unternehmen aus Nürnberg kam es zu einer Überzeichnung, weshalb das Darlehen  von 150 auf 250 Millionen Euro aufgestockt wurde. Mit dem Geld löst der Kabelhersteller eigenen Angaben zufolge alte Verbindlichkeiten ab. Das Unternehmen hat „einen günstigen Zeitpunkt gewählt, seine Finanzierung zu attraktiven Konditionen neu zu ordnen und dabei die Fälligkeiten seiner Verbindlichkeiten deutlich zu verlängern und zu streuen“, heißt es seitens Leoni. Die teilweise abgelösten bestehenden Schuldscheine wären regulär im März 2013 bzw. März 2015 ausgelaufen. Der neue Schuldschein umfasst sieben Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sechs, sieben und zehn Jahren. Die Transaktion wurde durch ein Konsortium aus UniCredit Bank, Landesbank Baden-Württemberg und HSBC arrangiert.

Spar Österreich plant 200 Millionen Euro am Kapitalmarkt einzusammeln

Die österreichische Warenhandelsgesellschaft Spar will sich mit einer öffentlichen Unternehmensanleihe 200 Millionen Euro am Kapitalmarkt sichern. Die bislang vierte Anleihe von Spar hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Kupon von 3,5 Prozent. Joint Lead Manager der Transaktion sind die Raiffeisen Bank International und die UniCredit Bank Austria.

Mittelstandsanleihe: Karlsberg sichert sich 30 Millionen Euro

Nach gut zwei Stunden wurde die Zeichnung der Karlsberg-Anleihe bereits wegen zu hoher Nachfrage vorzeitig beendet. 30 Millionen Euro hat sich die Brauerei am Kapitalmarkt gesichert. Die Laufzeit des Bonds beträgt fünf Jahre, der Kupon liegt bei 7,375 Prozent. Rund 80 Prozent der Zeichner waren institutionelle Investoren. Es ist eine Notierungsaufnahme im Segment für Mittelstandsanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse vorgesehen.

Umdasch platziert Schuldschein über 200 Millionen Euro

Der Ladenbau- und Schalungstechnikkonzern Umdasch hat ein Schuldscheindarlehen über 200 Millionen Euro platziert. Ursprünglich war nur ein Volumen von 100 Millionen Euro geplant gewesen. Das Darlehen besteht aus verschiedenen Tranchen mit Laufzeiten von in der Regel fünf bis sieben Jahren. Umdasch konnte einen Kupon von 2,5 Prozent erzielen. Geldgeber des nicht öffentlich gehandelten Darlehens sind nach Unternehmensangaben 40 bis 50 europäische Banken, Sparkassen und Versicherungen.

Ratingmeldungen

S&P hat seinen Ausblick für den LKW-Hersteller MAN von stabil auf positiv erhöht. Die Konzernmutter Volkswagen war bereits im August von S&P im Ausblick hochgestuft worden. Die langfristige Bonitätsbewertung von MAN bleibt bei A-.

Fitch hat das langfristige Rating der Deutschen Telekom mit BBB+ bestätigt. Der Ausblick ist stabil.

S&P hat das langfristige „BBB+“-Kreditrating und das kurzfristige A-2-Kreditrating für die Grenkeleasing Bank bestätigt. Der Ausblick ist positiv. Das Senior Unsecured Debt Rating wurde von BBB auf BBB+ erhöht, die kurzfristigen Schuldenratings von A-3 auf A-2.

Moody’s hat Techem Energy Metering Service mit B1, Ausblick positiv, bewertet.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Die Metabo-Gruppe hat sich refinanziert. Die Refinanzierung fand im Rahmen des Einstiegs des französischen Investors Chequers Capital als Mehrheitsaktionär statt. Konsortialführerin der Finanzierung ist die Landesbank Baden-Württemberg.

Der Ölbohrkonzern Transocean verhandelt mit Banken über eine Kreditfazilität von 0,5 bis 1 Milliarde US-Dollar. Mit dem Geld will der Konzern zwei bis drei weitere Ultra-Tiefsee-Bohrschiffe finanzieren. Zudem hat der Konzern zwei Anleihen von insgesamt 1,5 Milliarden Dollar aufgelegt, um vier Ultra-Tiefsee-Schiffe zu kaufen.

Das Hamburger Datenunternehmen Content Fleet erhält im Zuge einer Kapitalerhöhung einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.  Zu den Investoren gehören Neuhaus Partners, Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) und T-Venture.

 

alina.bartscher[at]finance-magazin.de