Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement hat eine neue Anleihe über 750 Millionen Euro begeben.

Heidelberg Cement

06.08.18
Finanzierungen

Finanzierungen: Heidelberg Cement, Daimler, Eurofins

Heidelberg Cement begibt einen neuen Bond, Daimler platziert ein milliardenschweres Papier und Eurofins Scientific begibt den größten Schuldschein eines ausländischen Emittenten in diesem Jahr – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Heidelberg Cement platziert Euroanleihe

Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement hat im Rahmen seines EMTN-Programms eine Anleihe über 750 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis August 2022 platziert. Der Bond wird mit 0,5 Prozent fest verzinst. Die Emissionserlöse will der Konzern zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie zur Rückzahlung anstehender Fälligkeiten nutzen. Joint Bookrunner der Transaktion sind Banca IMI, Barclays, Citigroup, Commerzbank, Deutsche Bank, Handelsbanken, Helaba und Morgan Stanley.

Daimler begibt Bond über 3 Milliarden Euro

Keine Sommerpause bei Daimler: Kurz nachdem sich der Autokonzern einen milliardenschweren Puffer gesichert hat, platziert Daimler einen Bond über 3 Milliarden Euro. Die Transaktion teilt sich in Tranchen mit Laufzeiten von drei, fünf und acht Jahren. Die neuen Mittel werden für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt. Die Transaktion sei stark überzeichnet gewesen, berichtet das Nachrichtenportal „Global Capital“. Bookrunner waren BayernLB, Credit Agricole, Deutsche Bank und ING.

Eurofins Scientific begibt Schuldschein

Eurofins Scientific, ein Anbieter bioanalytischer Dienstleistungen mit Sitz in Luxemburg, hat einen Schuldschein über 550 Millionen Euro begeben. Die Tranchen des Darlehens werden fest und variabel verzinst und haben eine durchschnittliche Laufzeit von fünf Jahren. Eurofins wurde von der Kanzlei Allen & Overy (Federführung: Martin Scharnke und Jens Nollmann) beraten. Es ist nach Angaben der Kanzlei die größte Schuldscheintransaktion eines ausländischen Emittenten in diesem Jahr.

Die Emission ist Allen & Overy zufolge von insgesamt mehr als 30 europäischen und asiatischen Banken und Finanzagenturen gezeichnet worden. BayernLB, BNP Paribas, HSBC und Unicredit fungierten als Joint Arranger, HSBC zudem als Loan Agent für die Transaktion.

Weitere Meldungen

Der westfälische Maschinenbauer Leifeld Metal Spinning wird nicht von einem chinesischen Investor übernommen werden: Der Investor nimmt aufgrund hohen politischen Drucks Abstand von dem Deal. Leifeld-Eigentümer Georg Kofler will Leifeld nun an die Börse bringen.

Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec tilgt 50 Prozent seines in 2017 vereinbarten Akquisitionsdarlehens über 140 Millionen Euro. Die Finanzierung wurde im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der Übernahme des amerikanischen Partnerunternehmens Aptuit abgeschlossen. Diese Akquisition war damals durch vorhandene Barreserven und eine neue erstrangige Brückenfinanzierung finanziert worden. Neben der Rückzahlung von 70 Millionen war Evotec zudem in der Lage einen Teil des Kredits zu besseren Bedingungen zu refinanzieren.

Der Asset-Finance-Dienstleister Deutsche Leasing wird neuer Finanzierungspartner der auf Digitalisierung und Abrechnungssysteme spezialisierten Hausheld. Die Deutsche Leasing stelle nun die nötigen Investitionen bereit, um die von Hausheld entwickelten Systeme für eine stadtweite Einführung intelligenter Messsysteme zu realisieren. Eine Vertragsunterzeichnung beider Unternehmen habe bereits am 4. Juli stattgefunden, wie Hausheld nun mitteilte.

Baywa Renewable Energy, eine Tochtergesellschaft des Münchener Mischkonzerns Baywa, hat gemeinsam mit der Nord/LB eine Brückenfinanzierung über 100 Millionen Euro abgeschlossen. Die frischen Mittel sollen in die Finanzierung des Solarparks Don Rodrigo in Spanien fließen.  

Ratingmeldungen

Moody’s hat das Rating des Werkstoffherstellers Covestro von Baa2 auf Baa1 verbessert. Der Ausblick ändert sich von positiv auf stabil. In der Begründung verweist die Ratingagentur auf eine gute finanzielle Flexibilität des Konzerns seit dem Börsengang in 2015.  

Moody’s bestätigt die Ratings von Eurogrid, der Muttergesellschaft des Stromnetzbetreibers 50 Hertz, bei stabilem Ausblick mit Baa1. Zuletzt hatte die Ratingagentur Eurogrid unter Beobachtung für eine mögliche Herabstufung gesetzt. Hintergrund waren Änderungen in der Investorenstruktur. Letztlich kaufte die Staatsbank KfW ein großes Aktienpaket und verhinderte so den Einstieg eines chinesischen Investors.

Moody’s verbessert das Rating des Chemiekonzerns Oxea von B3 auf B2. Gleichzeitig ändert sich der Ausblick von positiv auf stabil. Die Ratingagentur begründet diese Entscheidung mit der guten operativen Performance Oxeas in den vergangenen zwölf Monaten.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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