Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat seine bis 2015 laufende Kreditlinie über 800 Millionen frühzeitig refinanziert und die Gelegenheit genutzt, die Linie zu erhöhen.

K+S

08.07.13
Finanzierungen

Finanzierungen: K+S, Mercuria Energy, Merck

Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat seine bis 2015 laufende Kreditlinie frühzeitig refinanziert und gleichzeitig aufgestockt. Das Mineralölhandelsunternehmen Mercuria Energy schließt revolvierende Kreditfazilitäten über insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar ab. Die Ratingagentur Moody's hat das langfristige Emittentenrating und das Rating für die vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten von Merck hochgestuft. Diese und weitere Finanzierungen finden Sie im FINANCE-Überblick.

K+S erneuert und erhöht syndizierte Kreditlinie

Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat seine bis 2015 laufende Kreditlinie über 800 Millionen frühzeitig refinanziert und die Gelegenheit genutzt, die Linie zu erhöhen. Die neue Kreditlinie in Höhe von 1 Milliarde läuft fünf Jahre, zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr sind im Vertrag eingeschlossen. Damit liegt K+S im Laufzeitenspektrum auf dem derzeit marktüblichen Niveau. „Die vorzeitige Erneuerung und Erhöhung der Kreditlinie zu attraktiven Konditionen ist ein klarer Beweis für die Finanzkraft von K+S“, sagt Burkhard Lohr, Finanzvorstand der K+S. Die Kreditlinie ist im Kreis von 15 Banken unter der Führung  von UniCredit gemeinsam mit BNP Paribas, der Société Générale und der Royal Bank of Scotland platziert worden.

Der Salzkonzern will das neue Darlehen neben allgemeinen Unternehmenszwecken insbesondere auch für die Finanzierung der neuen Kalimine in Kanada einsetzen. Im April hatte K+S überraschend mitgeteilt, dass das sogenannte „Legacy Projekts“ in der kanadischen Provinz Saskatchewan statt der bislang veranschlagten 3,25 Milliarden kanadische Dollar nun 4,1 Milliarden Dollar (rund 3 Milliarden Euro) kosten würde. Den bis 2016 laufenden Aufbau des neuen Kaliwerks will K+S nun durch die vorhandenen flüssigen Mittel, künftige Cashflows, und gegebenenfalls durch weiteres Fremdkapital finanzieren.

Schon einige Tage zuvor hatte K+S-Vorstandschef Norbert Steiner im Gespräch mit dem Wall Street Journal Deutschland erklärt, das Legacy-Projekt mit eigenen Mitteln, Krediten oder eventuell mit einer neuen Unternehmensanleihe finanzieren zu wollen. Bereits damals hatte Steiner gesagt, die bis 2015 laufende Kreditlinie könne K+S „aufgrund des günstigen Zinsniveaus“ auch noch umschulden oder die Laufzeit verlängern. Sollten diese Kreditlinien nicht ausreichen, werde K+S prüfen, ob eine weitere Fremdkapitalmaßnahme wie etwa ein Bond oder ein Schuldscheindarlehen nötig wäre. Auch weitere bilaterale Kreditlinien wollte der Vorstandschef damals nicht ausschließen.

Mercuria Energy schließt neue revolvierende Kreditlinie ab

Das Mineralölhandelsunternehmen Mercuria Energy schließt revolvierende Kreditfazilitäten über insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar ab. Eine einjährige Fazilität hat ein Volumen von 1,35 Milliarden US-Dollar, eine dreijährige Tranche ein Volumen von 450 Millionen US-Dollar. Die ABN Amro Bank, BNP Paribas, Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, ING Bank, Natixis, Rabobank International, The Royal Bank of Scotland und die Société Générale Corporate & Investment Banking agierten als Mandated Lead Arrangers und Bookrunners bei der Transaktion. Die neuen Fazilitäten will das Mineralölhandelsunternehmen für allgemeine Unternehmenszwecke nutzen. Zudem sollen eine dreijährige revolvierende Kreditfazilität über 250 Millionen US-Dollar, eine dreijährige Fazilität über 145 Millionen Euro und eine einjährige über 1,7 Milliarden US-Dollar refinanziert werden. Die neue Fazilität war Unternehmensangaben zufolge signifikant überzeichnet. „Insgesamt haben sich 48 Banken bei der neuen Fazilität engagiert“, sagt Guillaume Vermersch, Group CFO von Mercuria Energy. Einige neue Bankpartner aus Nordamerika, dem Nahen Osten, Afrika und Asien seien zudem dazugekommen.

Moody's stuft Rating von Merck hoch

Die Ratingagentur Moody's hat das langfristige Emittentenrating und das Rating für die vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten von Merck von Baa1 auf A3 hochgestuft, der Ratingausblick ist stabil. Der deutsche Pharmakonzern habe sein Finanzprofil weiter verbessert und in den vergangenen zwei Jahren einen soliden Cashflow generiert, begründete die Analysten das Upgrade. Das neue Rating werde der guten Diversifikation des Konzerns gerecht, die durch den Zukauf von Millipore weiter gestärkt worden sei.

Bereits vor einigen Wochen hatte S&P das Langfrist-Rating von Merck von A- auf A heraufgestuft, und das Kurzfrist-Rating von A-2 auf A-1. Der Ausblick ist stabil.

S&P senkt Ratings für Barclays, Credit Suisse und Deutsche Bank und bestätigt UBS-Note

Standard & Poor's (S&P) hat die langfristigen Bonitätsnoten für Barclays Bank, Credit Suisse und Deutsche Bank um ein Notch heruntergestuft. Die Agentur senkte das Rating der drei Banken von A+ auf A. Die Risiken für Europas Großbanken seien gestiegen, Regulierer und unsichere Marktbedingungen machten das Agieren in der Branche schwierig, erklärte die Analysten diesen Schritt. Zugleich bestätigten die Ratinganalysten die Bonitätsnote der UBS bei A. Der Ausblick für alle vier Banken ist stabil.

Heidelberger Druck platziert Wandelanleihe

Die Heidelberger Druckmaschinen hat ihre angekündigte Wandelanleihe begeben und dabei wie geplant 60 Millionen Euro platziert. Die unbesicherte, nicht nachrangige Wandelanleihe läuft vier Jahre. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 2,62 Euro. Der Kupon der Wandelanleihe wurde auf 8,5 Prozent festgelegt.

Weitere Finanzierungen

Die Immobiliengesellschaft DIC Asset hat das Orderbuch für die neue 5,75 Prozent Unternehmensanleihe aufgrund der starken Nachfrage institutioneller Investoren und Family Offices vorzeitig geschlossen. Das Volumen der Unternehmensanleihe wird auf Basis der bereits erfolgten Zeichnungen 75 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen mit. DIC Asset hatte ursprünglich ein Volumen von bis zu 100 Millionen Euro angekündigt.

Die Clondalkin-Gruppe hat Darlehensfazilitäten in Höhe von insgesamt 490 Millionen US-Dollar refinanziert. White & Case hat die Deutsche Bank und andere Lead-Arrangeure bei dieser Transaktion beraten.

Moody’s weist der Falcon Germany Holding 3, Muttergesellschaft der FTE Verwaltungsgesellschaft, ein B1-Rating mit stabilem Ausblick zu.

Moody's stuft das Rating von Kion von B3 auf Ba3 hoch, Ausblick stabil.

Paragon hat im Rahmen eines öffentlichen Angebots sowie einer Privatplatzierung ein Volumen von 10 Millionen Euro bei Investoren platziert. Die Anleihe läuft fünf Jahre und bietet einen festen Zinssatz von 7,25 Prozent. Der Automobilzulieferer hatte ursprünglich bis zu 20 Millionen Euro einsammeln wollen.

Gutburg Immobilien hat die Obligationenanleihe über 55 Millionen Schweizer Franken unter Federführung der Neue Helvetische Bank platziert. Der Koupon beträgt 4,75 Prozent.

Aevis Holding hat die ursprünglich auf 65 Millionen Schweizer Franken vorgesehene Platzierung einer Obligationenanleihe auf 70 Millionen Schweizer Franken erhöht und erfolgreich abgeschlossen.

ÖBB-Infrastruktur hat unter Federführung der Raiffeisen Bank International eine zehnjährige Anleihe mit einem Kupon von 2,25 Prozent emittiert.
Cloud No 7 platziert Anleihe über 35 Millionen Euro vollständig.

Die Gigaset-Konzerntochter Gigaset Communications hat mit einem von der Deutschen Bank geführten Konsortium einen Vertrag über eine Brückenfinanzierung in Höhe von 10,4 Millionen Euro abgeschlossen. Die Kreditlinie läuft bis Ende Oktober 2013 und dient nach Unternehmensangaben der Deckung des in den Sommermonaten saisonal bedingt erhöhten Liquiditätsbedarfes der Gesellschaft.

Hengeler Mueller hat die BMW Bank bei der ersten Verbriefung von deutschen Kfz-Finanzierungsdarlehen beraten. Im Rahmen der Transaktion wurden Asset Backed Securities mit einem Volumen von 800 Millionen Euro von der Luxemburger Bavarian Sky Compartment German Auto Loans 1 begeben.

German Pellets beendet die Zeichnungsfrist für die zweite Unternehmensanleihe. Das Emissionsvolumen wird voraussichtlich 50 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen mit.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de