Der Rohstoffkonzern K+S zapft den Kapitalmarkt an und begibt eine Anleihe über 600 Millionen Euro.

K+S AG

16.07.18
Finanzierungen

Finanzierungen: K+S, Otto, Schalke 04

K+S platziert eine neue Anleihe, Otto gibt eine Hybridanleihe heraus und Schalke 04 schließt einen Konsortialkredit ab – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

K+S begibt Bond über 600 Millionen Euro

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat eine Anleihe über 600 Millionen Euro platziert. Der neue Bond wird mit 3,25 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit bis Juli 2024, teilte der Rohstoffkonzern mit. Den Emissionserlös will K+S zur Rückzahlung bestehender Verbindlichkeiten sowie für allgemeine Geschäftszwecke verwenden. Deutsche Bank, DZ Bank, Goldman Sachs International und HSBC haben die Transaktion als Joint Bookrunner begleitet.

Otto platziert Hybrid-Anleihe

Die Otto Group hat eine Hybrid-Anleihe platziert. Die Nachfrage war doppelt so hoch wie das angestrebte Volumen, teilt das Unternehmen mit. Das Volumen belief sich letzten Endes auf 300 Millionen Euro. In den kommenden sieben Jahren wird das Papier mit 4 Prozent verzinst. Die Laufzeit des Bonds ist unendlich, erster möglicher Rückzahlungstermin ist nach sieben Jahren. Die Unicredit begleitete die Transaktion als Sole Structuring Advisor. Commerzbank, Unicredit und Warburg agierten als Bookrunner, die Deutsche Bank als Co-Manager.

Schalke 04 schließt Konsortialkredit ab

Der Bundesligist FC Schalke 04 hat einen Konsortialkredit in Höhe von 56 Millionen Euro mit einem Bankenkonsortium unter Führung der Sparkasse Gelsenkirchen abgeschlossen. Zu den weiteren Kreditgebern gehören die Sparkassen Holstein und Schaumburg, die Volksbank Ruhr Mitte sowie die Genobank Essen. Die frischen Mittel will der Bundesligist für die Finanzierung der zweiten Phase eines Bauvorhabens nutzen. In der Bauphase, die insgesamt ein Investitionsvolumen von 70 Millionen Euro hat und bis 2021 läuft, soll unter anderem ein neues Fan- und Besucherzentrum errichtet werden. Taylor Wessing (Federführung: Jens Wiesner und Hauke Bornschein) hat das Bankenkonsortium bei der Transaktion beraten.

Weitere Meldungen

Der Frankfurter Mittelstandsfinanzierer Creditshelf hat den Angebotspreis für den geplanten Börsengang auf 80 Euro je Aktie festgelegt. Das Fintech will bis zu 250.000 neue Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung anbieten und rechnet mit einem IPO-Erlös von 15 bis 20 Millionen Euro. Die Notierungsaufnahme ist für den 25. Juli geplant.

Der mögliche Börsengang des Anlagenbauers Knorr-Bremse geht in die heiße Phase: Im September soll entschieden werden, ob und wann er erfolgt. Das kündigte Finanzchef Ralph Heuwing in der „Börsenzeitung“ an. Dem Unternehmen würde bei dem IPO kein Geld zufließen, eine Kapitalerhöhung sei nicht geplant.

Der Anlagenbauer Gea hat seinen Finanzierungsrahmen erweitert. Gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank hat das Düsseldorfer Unternehmen einen Kreditvertrag über 150 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis 2025 vereinbart. Den Kredit will Gea zur Finanzierung von Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaufwendungen nutzen.

Die Schweizer Versandapotheke Zur Rose Group hat das Volumen ihrer Anleihe aufgrund der hohen Nachfrage um 30 Millionen auf insgesamt 115 Millionen Schweizer Franken (rund 98,7 Millionen Euro) erhöht. Der Bond wird mit 2,5 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Den Nettoerlös will die Zur Rose Group hauptsächlich zur Finanzierung von Akquisitionen sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Ein Bankenkonsortium der UBS als Sole Bookrunner, Raiffeisen als Joint Lead Manager und Bank Vontobel als Co-Manager begleitet die Emission der Anleihe.

Der Entwickler von Photovoltaik-Projekten Sunfarming hat die Begebung seiner besicherten Anleihe bis auf weiteres verschoben. Der mit 6,5 Prozent verzinste Bond sollte ursprünglich ein Volumen von bis zu 15 Millionen Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Sunfarming plant, den Investoren im zweiten Halbjahr ein neues Angebot zu unterbreiten.

Der geplante Börsengang der Oerlikon-Tochter Graziano Fairfield hat am 11. Juli nicht stattgefunden. Grund für das Verschieben des IPOs sei die Unsicherheit an den Finanzmärkten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen Idorsia hat neue Aktien platziert und damit rund 305 Millionen Schweizer Franken (rund 260 Millionen Euro) eigensammelt. Zudem gab der Konzern eine Wandelanleihe über 200 Millionen Schweizer Franken (circa 171 Millionen Euro) heraus.

Laut der Corporate-Finance-Beratung Blättchen & Partner erreichte der IPO-Markt die beste Halbjahresbilanz bei Neuemissionen in Deutschland seit dem Jahr 2000. Es gab zwölf Neuemissionen mit einem Volumen von insgesamt 6,9 Milliarden Euro. Weltweit war der größte IPO des 1. Halbjahres 2018 der Börsengang der Siemens-Medizintechniksparte Healthineers mit einem Volumen von 4,2 Milliarden Euro. Für das 2. Halbjahr rechnet Blättchen & Partner mit rund 20 Unternehmen, die den Sprung an die Börse schaffen werden.

Ratingmeldungen

Die Ratingagentur Moody’s bewertet Kaefer Isoliertechnik erstmals mit einem Rating von Ba3. Der Ausblick ist stabil. Kaefer Isoliertechnik wird zudem erstmals von Fitch bewertet und erhält ein BB-Rating mit stabilem Ausblick. Voraussetzung war, dass die Emission von Senior Secured Notes über 250 Millionen Euro wie geplant stattfand. Die Debütanleihe ist inzwischen platziert, der Kupon liegt bei 5,5 Prozent. Deutsche Bank, BNP Paribas und Unicredit begleiteten die Transaktion. Herter & Co fungierte als Debt Advisor. Der Erlös wird unter anderem zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten genutzt. Das Unternehmen hat zudem Kreditfazilitäten über 480 Millionen Euro abgeschlossen.

Scope bestätigt das Rating des Industriegaseherstellers Linde bei A+. Der Ausblick bleibt stabil.

Moody’s bestätigt das Rating des Pharmakonzerns Merck bei Baa1, der Ausblick ist stabil.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Einen Überblick über die Finanzierungen der vergangenen Wochen und Monate finden Sie auf unserer Themenseite Finanzierungsticker.