Finanzierungen: Lanxess, VW, SAP

Lanxess

12.11.12
Finanzierungen

Finanzierungen: Lanxess, VW, SAP

Lanxess nutzt das aktuell niedrige Zinsniveau und begibt einen zehnjährigen Bond. VW hat eine nachrangige Pflicht-Wandelanleihe mit dreijähriger Laufzeit platziert. SAP sammelt 1,3 Milliarden Euro ein. Diese und weitere Finanzierungsmeldungen finden Sie im FINANCE-Überblick.

Lanxess platziert Anleihe über 500 Millionen Euro

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat unter seinem bestehenden Debt Issuance Programm eine zehnjährige Anleihe platziert. Das Emissionsvolumen beträgt 500 Millionen Euro. Das Papier ist mit einem jährlichen Zinskupon von 2,625 Prozent ausgestattet. Es soll ab dem 21. November an der Luxemburger Börse gelistet sein.

Mit der Anleihe will sich Lanxess langfristiger finanzieren und zugleich von dem aktuell niedrigen Zinsniveau profitieren. „Wir nutzen die gute Aufnahmebereitschaft der Fremdkapitalmärkte, insbesondere für Investmentgrade Industrieanleihen, um anstehende Fälligkeiten der nächsten Jahre bereits heute zu adressieren und damit das niedrige Zinsniveau für einen langen Zeitraum zu sichern“, sagt Finanzvorstand Bernhard Düttmann. Mit der Platzierung der Anleihe waren die BayernLB, die Commerzbank, die UniCredit Bank und die Royal Bank of Scotland beauftragt. Die Anleihe wird von Standard & Poor’s mit BBB und von Moody’s mit Baa2, jeweils mit stabilem Ausblick, beurteilt.

VW platziert Wandelanleihe

VW hat eine nachrangige Pflicht-Wandelanleihe mit dreijähriger Laufzeit platziert. Mit 2,5 Milliarden Euro erzielte der Autobauer einen Emissionserlös an der oberen Grenze des erwarteten Volumens von 2 bis 2,5 Milliarden Euro. Der Kupon liegt bei 5,5 Prozent. Die Wandlungskonditionen liegen im Rahmen von minimal 154,5 und maximal 185,4 Euro. Damit liegt die maximal erzielbare Wandlungsprämie bei 20 Prozent.

SAP sammelt 1,3 Milliarden Euro ein

SAP hat eine Anleihe in Höhe von 1,3 Milliarden Euro an der Luxemburger Wertpapierbörse platziert. Die erste Tranche hat ein Volumen von 550 Millionen Euro und bietet über drei Jahre einen Kupon von 1 Prozent. Die zweite Tranche über 750 Millionen Euro läuft sieben Jahre und hat einen Kupon von 2,125 Prozent. Mit dem Geld will der Softwarekonzern eigenen Angaben zufolge unter anderem Akquisitionen refinanzieren.

Alno startet Kapitalerhöhung

Der Küchenhersteller Alno hat seine geplante Barkapitalerhöhung gestartet. Der Bezugspreis liegt bei 1,05 Euro pro Aktie. Insgesamt will Alno einen Bruttoemissionserlös von 46,2 Millionen Euro erzielen. Neue Aktien, die nicht von Altaktionären gezeichnet werden, sollen Investoren angeboten werden. Sollten dennoch nicht-bezogene Aktien verbleiben, übernimmt die deutsche Tochter des Hausgeräteherstellers Whirlpool die verbleibenden Wertpapiere. Nach Abschluss der Kapitalerhöhung ist Alno nach eigenen Angaben nahezu frei von Bankenschulden.

HSV stockt Fan-Anleihe auf

Der Hamburger SV erhöht das Zeichnungsvolumen seiner Fan-Anleihe um 5 Millionen Euro. Mit Hilfe der Anleihe, die anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums begeben wurde, konnte der Fußball-Bundesligist bereits 12,5 Millionen Euro einsammeln. Das Geld aus der Anleihe will der HSV für sein Nachwuchsleitungszentrum „HSV Campus“ ausgeben. Der Kupon beträgt 6 Prozent, die Anleihe läuft bis 2019.

Kelag begibt Bond von 150 Millionen Euro

Das österreichische Energieunternehmen Kelag hat eine Anleihe in Höhe von 150 Millionen Euro begeben. Die Anleihe ist Teil eines Programms zur Begebung von Schuldverschreibungen in Höhe von 500 Millionen Euro. Die Anleihe hat einen Zinssatz von 3,25 Prozent über zehn Jahre. Die Kanzlei Wolf Theiss hat die Transaktion beraten.

Weitere Finanzierungsmeldungen

Die österreichische Baugesellschaft Porr plant eine Anleihe in Höhe von 50 bis 100 Millionen Euro. Die Anleihe soll voraussichtlich vier Jahre laufen. Zielgruppe sind private und institutionelle Investoren in Deutschland, Österreich und Luxemburg.

Fitch hat das Rating des Pharmaunternehmens Novartis von AA bestätigt. Der Ausblick bleibt stabil.

Moody’s hat das Langfristrating von Baa2 und das kurzfristige Depositen-Rating von Prime-2  von UBS Deutschland aus geschäftspolitischen Gründen zurückgezogen.

Moody's beurteilt Techems Senior Subordinated Notes nun definitiv mit B3 und die Senior Secured Notes mit Ba3.

Moody's bestätigt das Unternehmensrating der Alba Group mit B1 und das Rating der 2018 fälligen Anleihe mit B3 und setzt den Ausblick der Bonitätsnoten von stabil auf negativ.

GE Capital hat einen Finanzierungsvertrag über 30 Millionen Euro mit WCF Finetrading abgeschlossen. Mit dem Geld will das Handelsunternehmen WCF sein Wachstum vorantreiben.

Das für die Grod Hotel GmbH zuständige Konkursamt des Kantons Zug in der Schweiz hat beim Insolvenzgericht in Hamburg einen Antrag auf die Eröffnung eines sogenannten Sekundärinsolvenzverfahrens in Deutschland gestellt, der nun bewilligt worden ist.

Smarchive erhält siebenstellige Venture-Capital-Anschlussfinanzierung. T-Venture als Hauptinvestor, die Check24 Vergleichsportal GmbH und mehrere Business Angels beteiligen sich an dem Unternehmen.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de