Finanzierungen: OMV, Techem, Gea

OMV

24.09.12
Finanzierungen

Finanzierungen: OMV, Techem, Gea

OMV begibt Eurobonds über 1,5 Milliarden Euro. Techem hat mit einem neuen Kredit und zwei Anleihen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro refinanziert. Gea platziert Schuldscheindarlehen in Höhe von 300 Millionen Euro. Diese und weitere Finanzierungen finden Sie im FINANCE-Überblick.

OMV platziert Eurobonds über 1,5 Milliarden Euro

OMV hat eine Anleihe in zwei Tranchen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden Euro platziert. Die Bestandteile dieser Transaktion: Der zehnjährige Eurobond hat ein Volumen in Höhe von 750 Millionen Euro, einen Kupon von 2,625 Prozent und eine Fälligkeit am 27. September 2022. Der Spread liegt bei 93 Basispunkten gegenüber Midswaps. Der 15-jährige Eurobond über 750 Millionen Euro hat einen Kupon von 3,50 Prozent und eine Fälligkeit am 27. September 2027. Der Spread beträgt 135 Basispunkten gegenüber Midswaps. OMV hat die Anleihen unter seinem 4 Milliarden Euro schweren EMTN-Anleihenemissionsprogramm begeben. In diesem Zusammenhang hat OMV Investoren auch Rückkaufangebote für Teil- oder Gesamtvolumen der 6,25% Anleihe mit Fälligkeit im Jahr 2014 sowie dem 82-Millionen-Euro-Schuldschein mit Fälligkeit im Jahr 2014 und dem 101-Millionen-Euro-Schuldschein mit Fälligkeit im Jahr 2016 unterbreitet. Die Angebotsfrist für den Rückkauf der 2014 Anleihe läuft bis 26. September 2012 und der 2014 und 2016 Schuldscheine bis 1. Oktober 2012. Die Erlöse der Neuemission der Anleihen will das österreichische Öl- und Gasunternehmen für die allgemeine Unternehmensfinanzierung sowie zur Finanzierung der Rückkaufangebote verwenden.

„Durch die Neuemission von langlaufenden Anleihen in Kombination mit dem Rückkauf von kurzfristigen Schuldtiteln kann sich OMV historisch attraktive Finanzierungskonditionen sichern und ihre Finanzierungsstruktur weiter optimieren“, sagt David C. Davies, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der OMV, einer Mitteilung zufolge. „Darüber hinaus unterstützt diese Transaktion unser starkes Investment Grade Credit Rating.“

Barclays, Erste Group Bank, JP Morgan Securities und UniCredit Bank Austria agieren als Konsortialführer bei der Begebung der neuen Anleihen. Citigroup und Société Générale Corporate & Investment Banking agieren als Dealer Managers für den Rückkauf der 2014 Anleihe, und Landesbank Baden-Württemberg agiert als Tender Agent für den Rückkauf der Schuldscheine.

Techem refinanziert 1,3 Milliarden Euro

Techem hat Verbindlichkeiten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro refinanziert. Das Eschborner Unternehmen hat das derzeit gute Marktumfeld genutzt und erstmals Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 735 Millionen Euro platziert. Die Bondemission besteht aus vorrangig besicherten Anleihen über 410 Millionen Euro mit Fälligkeit im Jahr 2019 und einem Kupon von 6,125 Prozent sowie aus nachrangig besicherten Anleihen über 325 Millionen Euro mit Fälligkeit im Jahr 2020 und einem Kupon von 7,875 Prozent. Darüber hinaus sicherte sich der Energiedienstleister für die Immobilienwirtschaft und private Wohnungseigentümereine neue vorrangig besicherte Kreditlinie mit einem Volumen von 550 Millionen Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren. Damit verlängerte Techem die bestehenden Kreditlinien vor ihrer Fälligkeit im Jahr 2015. „Obwohl die Finanzierung bis 2015 gesichert war, haben wir beschlossen, bereits jetzt zu handeln und deutlich vor Laufzeitende zu refinanzieren“, sagt Steffen Bätjer, CFO von Techem, einer Mitteilung zufolge hierzu. „Dabei war es uns wichtig, unsere Finanzierungsquellen zu diversifizieren und die Fälligkeitsstruktur zu verbessern.“

Rothschild unterstützte Techem bei der Platzierung der Anleihen sowie der gesamten Refinanzierung als Finanzberater. Macquarie Capital beriet das Unternehmen, das im Geschäftsjahr 2011/12 (zum 31.03.2012) einen Umsatz von 693 Millionen Euro erzielte, beim Abschluss der vorrangigen Kreditlinien. J.P. Morgan, Deutsche Bank und Crédit Agricole CIB führten das Konsortium als globale Koordinatoren und waren zusammen mit der Commerzbank, RBS und Unicredit gemeinsame Bookrunner für die Anleiheplatzierung.

Gea platziert Schuldscheindarlehen in Höhe von 300 Millionen Euro

Der Systemanbieter Gea hat ein Schuldscheindarlehen platziert. Mit der Transaktion, die ein Volumen von 300 Millionen Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren umfasst, optimiert der Düsseldorfer Maschinenbaukonzern seine Finanzierungsstruktur, teilte das Unternehmen mit. Aufgrund der hohen Nachfrage konnten die Konditionen zudem am unteren Ende der Preisspanne fixiert und das ursprünglich geplante Emissionsvolumen erhöht werden. „Mit dem Schuldscheindarlehen nutzen wir das derzeit positive Kapitalmarktumfeld und verbessern abermals frühzeitig die Fälligkeitenstruktur unserer Finanzverbindlichkeiten“, sagt Helmut Schmale, Finanzvorstand der Gea Group. „Gea baut so ihre langfristigen Finanzierungen zu günstigen Konditionen aus und stellt die Kreditgeberbasis auf ein breiteres Fundament."

Die Emission ist in einen fixen und variablen Teil aufgeteilt. Von dem bestehenden Schuldscheindarlehen in Höhe von 128 Millionen Euro, das im August 2013 fällig wird, werde ein Teil vorzeitig verlängert, heißt es seitens des Unternehmens. Die DZ Bank und die LBBW haben die Transaktion begleitet.

Egger will erneut Bond platzieren

Das Familienunternehmen Egger Holzwerkstoffe bringt erneut eine Unternehmensanleihe auf den Markt. Das Emissionsvolumen liegt bei 150 Millionen Euro. Der Zinssatz beträgt 4,5 Prozent und die Laufzeit sieben Jahre. Mit einer Stückelung von 500 Euro richtet sich die Anleihe auch an Privatanleger. Joint-Lead Manager dieser Transaktion sind die Bawag P.S.K. sowie die UniCredit Bank Austria.

Cross Industries will neuen Bond platzieren

Die Cross Industries AG plant die Emission einer neuen Anleihe. Die Anleihe soll ein Volumen von bis zu 70 Millionen Euro mit Aufstockungsmöglichkeit auf bis zu 80 Millionen Euro haben. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre. Die Teilschuldverschreibungen werden mit einem festen Zinssatz verzinst. Näheres hierzu ist derzeit noch nicht bekannt. Die Zinsen werden gemeinsam mit dem Emissionskurs und dem endgültigen Emissionsvolumen kurz vor der Zeichnungsfrist für private Investoren in Abhängigkeit von dem jeweiligen Marktumfeld festgelegt, heißt es seitens des Unternehmens. Die Transaktion wird von der Erste Group Bank und der Raiffeisen Bank International als Joint-Lead Manager begleitet.

BDT Technologie emittiert Anleihe mit Kupon von 8,125%

BDT Technologie will eine Unternehmensanleihe in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro platzieren. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre, der feste Zinssatz liegt bei 8,125 Prozent p. a. Als weltweit tätiges Technologieunternehmen entwickelt und produziert die BDT Media Automation GmbH Datenspeicherlösungen zum Sichern und Archivieren von großen Datenvolumen sowie Papier- und Medienhandhabungsapplikationen für Druckersysteme. Den Emissionserlös will das Unternehmen zur Finanzierung des weiteren Wachstums und zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwenden.

Axel Springer erneuert Kreditlinie

Axel Springer hat sich Kapital für seine Expansion im Internet gesichert und eine auslaufende Kreditlinie von ursprünglich 1,5 Milliarden Euro erneuert. Hierzu hat der Medienkonzern einen revolvierenden Kredit in Höhe von 900 Millionen Euro abgeschlossen. Der Kredit laufe über fünf Jahre und habe einen Zinssatz von 0,4 bis 0,5 Prozentpunkten über dem Interbankensatz, teilte der MDAX-Konzern mit. Zusammen mit einem im April ausgegebenen Schuldschein über 500 Millionen Euro habe sich Springer damit eine Liquidität von 1,4 Milliarden Euro gesichert. Damit bestehe ausreichender Spielraum für die weitere Umsetzung der „digitalen Wachstumsstrategie“ sagte Finanzvorstand Lothar Lanz.

KTG Energie emittiert Anleihe zur Akquisitionsfinanzierung

Die KTG Energie startet die Emission einer Mittelstandsanleihe im Entry Standard der Börse Frankfurt. Der Produzent erneuerbarer Energie aus Biogas will bis zu 25 Millionen Euro platzieren. Die Anleihe läuft sechs Jahre und hat eine feste Verzinsung von 7,25 Prozent pro Jahr. Den Erlös will das Unternehmen zur Wachstumsfinanzierung, insbesondere für Akquisitionen nutzen.

Erstes ausländisches Unternehmen will Minibond begeben

Mit der Enterprise Holdings begibt erstmals eine ausländische Gesellschaft eine Mittelstandsanleihe über den Entry Standard der Deutschen Börse. Der Versicherer will bis zu 35 Millionen Euro einsammeln. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren beträgt der Kupon 7,00 Prozent. Creditreform Rating bewertet das Unternehmen mit A-. Das Kerngeschäft der Enterprise Holdings Limited ist das Underwriting von Sach- und Unfallversicherungen, die von unabhängigen Partnern vertrieben und administriert werden.

Eterna Mode Holding begibt Unternehmensanleihe in Bondm

Die Eterna Mode Holding GmbH begibt eine Unternehmensanleihe im Handelssegment Bondm der Börse Stuttgart. Die Anleihe des Hemden‐ und Blusenhersteller hat ein Gesamtvolumen von 35 Millionen Euro, eine Laufzeit bis 2017 und ist mit einem Kupon von 8 Prozent ausgestattet. Die Eterna Mode Holding ist in diesem Jahr das vierte Unternehmen, das eine Anleihe im Handelssegment Bondm begibt. Ab dem 24. September 2012 kann die Anleihe des Unternehmens gezeichnet werden. Die Zeichnungsfrist voraussichtlich bis zum 5. Oktober 2012.

CureVac erhält 80 Millionen Euro in weiterer Finanzierungsrunde

CureVac erhält eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 80 Millionen Euro. Investor ist wie zuvor die dievini Hopp BioTech Holding GmbH & Co. KG. Die Finanzierungsrunde ist nach Angaben des Unternehmens eine der größten privaten Biotech-Finanzierungen in Europa. Das biopharmazeutische Unternehmen entwickelt eigenen Angaben zufolge mit mRNA-basierten Vakzinen eine neue Klasse von Therapien und Impfstoffen zur Behandlung von onkologischen Erkrankungen und zur Prophylaxe von Infektionskrankheiten.

Die früheren Finanzierungsrunden:
2012    Series D Financing (80 Mio. Euro) durch Dietmar Hopp (> 80%)
2010    Series C Financing (27,6 Mio. Euro) durch Dietmar Hopp (> 80%)
2006/7 Series B Financing (35 Mio. Euro) durch Dietmar Hopp
2003    Series A Financing (2,7 Mio. Euro) durch Leonardo Venture

Metro kommt in den NRW-MIX

Zum ordentlichen Anpassungstermin des NRW-MIX im Herbst ergaben sich vier Änderungen der Indexzusammensetzung, die am 24. September wirksam werden. Das Handelsunternehmen Metro wird neu in den Index der Börse Düsseldorf aufgenommen. Durch ihr Ausscheiden aus dem DAX wird die Gesellschaft Teil des NRW-MIX, der die 50 nach Marktkapitalisierung größten Unternehmen NRWs vereint, die nicht
bereits im DAX vertreten sind. Daneben stoßen auch noch die Pironet NDH AG, die Petrotec AG und die Ehlebracht AG neu in den Index der Börse Düsseldorf dazu.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de