Trumpf schließt einen neuen Konsortialkredit über 500 Millionen Euro ab.

Trumpf Group

09.03.20
Finanzierungen

Finanzierungen: Trumpf, Planet Home, Plan Radar

Trumpf erneuert eine Konsortialkreditlinie, Planet Home schließt eine Unitranche-Finanzierung ab und Plan Radar sammelt frisches Kapital ein – der wöchentliche FINANCE-Ticker.

Trumpf mit neuer Kreditlinie

Das Hochtechnologieunternehmen Trumpf hat eine neue Konsortialkreditlinie über 500 Millionen Euro abgeschlossen. Diese soll eine bestehende Kreditvereinbarung aus dem Jahr 2015 über 300 Millionen Euro vorzeitig ablösen, wie der Maschinenbauer mitteilte. Der neue Kredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren und kann zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden.

Als Bookrunner und Mandated Lead Arranger der Transaktion fungierten Deutsche Bank, LBBW und Unicredit. Ebenfalls beteiligt waren BNP Paribas, Commerzbank, Helaba und HSBC. Rechtlich wurde Trumpf von der Kanzlei Hengeler Mueller (Federführung: Daniel Weiß und Peter Dampf) beraten.

Unitranche-Finanzierung für Planet Home

Der Immobiliendienstleister Planet Home hat eine Unitranche-Finanzierung in Höhe von 65 Millionen Euro abgeschlossen. Zur Verfügung gestellt wird das vorrangig besicherte Darlehen von Kartesia, einem Anbieter von Kapitallösungen für kleinere und mittlere Unternehmen. Die Finanzierung soll dem Buy-Out des Minderheitsgesellschafters Deutsche Invest Equity Partners sowie zur Refinanzierung der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Praesidian Capital dienen.

Mehrheitsgesellschafter AP Capital Investments übernimmt durch das Finanzierungspaket die vollständige Kontrolle über Planet Home. Als Finanzberater war bei der Transaktion DC Advisory tätig. Die Kanzlei Ashurst (Federführung: Anne Grewlich) begleitete Planet Home rechtlich.

Plan Radar sammelt 30 Millionen Euro ein

Plan Radar, ein Softwareunternehmen für die digitale Dokumentation und Kommunikation in Bau- und Immobilienprojekten, hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 30 Millionen Euro eingesammelt. Zu den Hauptkapitalgebern zählten der New Yorker IT-Investor Insight Partners und die Risikokapitalfirma E.Ventures. Auch die Bestandsinvestoren Berliner Volksbank Ventures, Cavalry Ventures sowie der österreichische Aws Gründerfonds beteiligten sich an der Runde. Die frischen Mittel aus der Transaktion will Plan Radar für die globale Expansion sowie für die Erweiterung der bereits etablierten Märkte verwenden.

Weitere Meldungen

Volkswagen Financial Services haben eine durch Leasingforderungen besicherte Asset-Backed-Securities-Transaktion mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro emittiert. Die Platzierung war VW zufolge mehrfach überzeichnet. Die Emission bestand aus zwei Tranchen. Tranche A über 941 Millionen Euro wurde zum 1-Monats-Euribor plus 16 Basispunkte platziert. Tranche B über 19 Millionen Euro verfügt über einen 1-Monats-Euribor plus 70 Basispunkte. Insgesamt sind im Rahmen der Transaktion Forderungen aus mehr als 108.000 Leasingverträgen von Volkswagen Leasing verbrieft worden. Darüber hinaus platzierten Volkswagen Financial Services eine ABS-Transkation über 60 Milliarden Japanische Yen (rund 500 Millionen Euro).

BC Partners will offenbar den Börsengang des Wissenschaftsverlags Springer Nature aufgrund der Corona-Krise verschieben. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, ziehe es das Unternehmen Finanzkreisen zufolge vor, „angesichts der Unsicherheiten wegen der Infektionskrankheit und der massiven Kursschwankungen“ den IPO auf nach den Osterferien zu verlegen. Ursprünglich wollten die Eigentümer, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und der Finanzinvestor BC Partners, dem „Handelsblatt“ zufolge den IPO heute offiziell ankündigen.

Der Online-Optiker Mister Spex hat in einer Finanzierungsrunde weitere 15 Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von der Beteiligungsgesellschaft Co-Investor Gruppe, die erstmals in Mister Spex investierte. Die Kanzlei P+P Pöllath + Partners (Federführung: Christian Tönies) hat Mister Spex bei der Transaktion beraten. Bereits im August vergangenen Jahres hatte der Online-Optiker eine Finanzierungsrunde über 65 Millionen Euro abgeschlossen. Damals wurde die Runde vom Büll Family Office angeführt.

Verianos Real Estate, ein Investment- und Beratungshaus mit Fokus auf Immobilienmärkte, hat die Privatplatzierung der ersten Tranche seiner neuen Unternehmensanleihe über 4,25 Millionen Euro abgeschlossen. Ursprünglich war ein Volumen von 10 Millionen Euro geplant. Der Zinssatz der Tranche beträgt 6 Prozent, die Laufzeit liegt bei fünf Jahren. BankM fungierte als Lead Manager der Transaktion, Bankhaus Scheich Wertpapierspezialist und GBR Financial Services waren Selling Agents. Heuking Kühn Lüer Wojtek begleitete Verianos als Rechtsberater und IR.on als Kommunikationsberater.

Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig, ein Produzent von Motoren- und Getriebeteilen, hat die Aufstockung der im Dezember vergangenen Jahres begebenen Schuldverschreibungen abgeschlossen. Das Volumen ist demnach um 4 Millionen Euro auf 12,2 Millionen Euro erhöht worden. Ursprünglich war eine Aufstockung von bis zu 6,8 Millionen Euro geplant. Als Bookrunner der Transaktion fungierte die Quirin Privatbank und als Financial Advisor Lewisfield Deutschland.

Die Vergleichs- und Vermittlungsplattform Fincompare sichert sich 12 Millionen Euro und erweitert damit eine Series-A-Finanzierungsrunde auf 22 Millionen Euro. Als neuen Investor konnte die Online-Plattform unter anderem die Venture-Capital-Tochter der österreichischen Raiffeisen Bank International gewinnen. Auch die bestehenden Investoren ING, Speedinvest und Uniqa haben sich an der Runde beteiligt.

Aladdin Healthcare Technologies, das KI-gestützte Früherkennungsdiagnosen von altersbedingten Erkrankungen anbietet, hat die Durchführung einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen beschlossen. Das Grundkapital des Unternehmens soll demnach durch die Ausgabe von bis zu 1,145 Millionen neuen Aktien auf bis zu 12,6 Millionen Euro erhöht werden. Die Aktionäre können die neuen Aktien in einem Verhältnis von 10:1 und zu einem Bezugspreis von 5,90 Euro erwerben. BankM begleitet die Kapitalerhöhung. 

Ratingmeldungen

S&P Global Ratings hat das Rating von ThyssenKrupp bei BB- bestätigt und den Ausblick von „developing“ auf positiv geändert. Die Ratingagentur geht davon aus, dass der Verkauf von ThyssenKrupps Aufzugssparte an ein Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Cinven sowie die RAG-Stiftung für insgesamt 17,2 Milliarden Euro einen positiven Effekt auf den Cash Flow des Industriekonzerns haben wird. Sollte der Deal wie geplant noch im Geschäftsjahr 2020 abgeschlossen werden, wird S&P das Rating voraussichtlich in den kommenden sechs bis zwölf Monaten anheben.

S&P Global Ratings verändert den Ratingausblick von Continental von stabil auf negativ. Gleichzeitig bestätigt die Agentur das Rating bei BBB+. In der Begründung verweist S&P auf die schwächelnden Kreditkennzahlen und den nachlassenden operativen Cash Flow des Autozulieferers in 2019.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

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