Investment vs. Subinvestment: Spreads bei Konsortialkrediten weiten sich

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24.09.12
Finanzierungen

Investment vs. Subinvestment: Spreads bei Konsortialkrediten weiten sich

Unternehmen schlechter Bonität kommen in diesem Jahr schwerer an Kredite und müssen auch mehr dafür bezahlen, als Firmen im Investmentgrade-Universum. Das teilte Dealogic mit.

Subinvestmentgrade-Unternehmen müssen im Vergleich zu den guten Bonitäten immer mehr für ihre Kredite bezahlen. Das ergab eine Auswertung durch den Datenanbieter Dealogic. So gehen in den ersten neun Monaten dieses Jahres die Spreads bei syndizierten Krediten für Investmentgrade- und Subinvestmentgrade-Unternehmen immer weiter auseinander. Das durchschnittliche Pricing von Unternehmen mit einem BB- bzw. einem B-Rating stieg im dritten Quartal 2012 um 24 Basispunkte respektive 15 Basispunkte auf inzwischen 289 bzw. 422 Basispunkte an. Das durchschnittliche Pricing von Unternehmen im Investmentgrade-Universum sank dagegen um 40 auf 149 Basispunkte bei BBB-gerateten Unternehmen und um 23 auf 84 Basispunkte bei Firmen mit einer A- bis AAA-Note.

Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres Kredite in Höhe von 942,7 Milliarden US-Dollar an geratete Unternehmen vergeben. Das entspricht einem Rückgang von 28 Prozent gegenüber dem Kreditvolumen der ersten neun Monate des Vorjahres. Stark ausfallgefährdete Schuldner (CCC) mussten den größten Rückgang im Jahresvergleich hinnehmen. Die Kreditvergabe an diese Bonitätsklasse sank weltweit um 63 Prozent auf 15,1 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Die Kreditvergabe bei Firmen mit einer Bonitätsnote von AA oder besser ging lediglich um 11 Prozent zurück.

sabine.paulus[at]finance-magazin.de