22.11.10
Finanzierungen

Schiesser-Gläubiger erhalten bei Börsengang ihr Geld zurück

Der geplante Börsengang von *Schiesser* soll sich für die Gläubiger des Unterwäscheherstellers auszahlen. Die Forderungen der Kreditgeber von 66 Millionen Euro könnten mit dem Erlös voraussichtlich voll, zumindest aber zu 70 Prozent befriedigt werden.

Der geplante Börsengang von Schiesser soll sich für die Gläubiger des Unterwäscheherstellers auszahlen. Die Forderungen der Kreditgeber von 66 Millionen Euro könnten mit dem Erlös voraussichtlich voll, zumindest aber zu 70 Prozent befriedigt werden, erklärte Insolvenzverwalter Volker Grub am Montag in Stuttgart. Daneben soll nach dem Insolvenzplan Geld übrig bleiben, um das Wachstum des insolventen Feinripp-Spezialisten aus Radolfzell am Bodensee zu finanzieren.

 

Grub wirbt mit dem Versprechen um die Gläubiger, die dem Insolvenzplan am 9. Dezember zustimmen sollen, damit Schiesser vor dem Börsengang aus der Insolvenz entlassen werden kann. Die Gläubiger müssen damit voll auf den Erfolg des IPO bauen, das im zweiten Quartal 2011 über die Bühne gehen soll. Grub habe aber auch Alternativen, sagte eine Sprecherin. Der Verwalter hatte in der Insolvenz die Lizenzfertigung für andere Marken gestoppt, durch die sich Schiesser Schulden aufgeladen hatte.

 

Der Börsengang im streng regulierten Prime Standard soll von der Equinet Bank und der BHF-Bank begleitet werden. Der Modeschöpfer Wolfgang Joop ist als Berater im Gespräch und will sich an Schiesser auch beteiligen. Eine 100-prozentige Begleichung der Forderungen ist bei Insolvenzen äußerst selten, ebenso wie ein Börsengang als Weg aus der Pleite.

 

Quelle: Reuters