04.11.09

Opelverkauf an Magna geplatzt – GM bleibt Eigentümer

Nach monatelangem Tauziehen hat der Verwaltungsrat des US-amerikanischen *Opel*-Eigentümers *General Motors* (GM) überraschend beschlossen, das Rüsselsheimer Traditionsunternehmen nun doch zu behalten.

(anm) Nach monatelangem Tauziehen hat der Verwaltungsrat des US-amerikanischen Opel-Eigentümers General Motors (GM) überraschend beschlossen, das Rüsselsheimer Traditionsunternehmen nun doch zu behalten. Die kurz vor dem Abschluss stehenden Verhandlungen über einen Verkauf von Opel an den kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna seien damit geplatzt, berichtete das Handelsblatt am Mittwoch. Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind GM zufolge die verbesserten Geschäftsaussichten sowie die strategische Bedeutung, die die Amerikaner Opel zumessen.

 

Der Restrukturierungplan von GM für Opel sieht Sanierungskosten von 3 Milliarden Euro vor, die Stellenstreichungen und Werksschließungen offenbar mit abdecken. Nach Aussage des GM-Chefs Fritz Henderson sind die Kosten deutlich niedriger, als die der anderen Bieter. Der Restrukturierungsplan soll der Bunddesregierung möglichst bald vorgelegt werden. Deutschland hatte Magna 4,5 Milliarden Euro an Staatshilfen in Aussicht gestellt. Allerdings hatte die EU in diesem Zusammenhang Wettbewerbsbedenken geäußert.

 

Die Bundesregierung reagierte enttäuscht auf die Entscheidung und forderte dass GM Opel in seiner Leistungskraft stärke, erforderliche Anpassungen auf ein Mindestmaß beschränke und die Brückenfinanzierung über 1,5 Milliarden Euro fristgerecht zurückzahle. Der Opel-Betriebsrat hat Proteste gegen einen Verbleib des Autobauers bei GM angekündigt.

 

Quellen: Handelsblatt, Reuters, FINANCE

 

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