24.04.12

Watson will Actavis übernehmen

Die Generikabranche steht Branchenkreisen zufolge unmittelbar vor einer weiteren milliardenschweren Übernahme. Der US-Konzern *Watson* wolle am Mittwoch eine Vereinbarung zur Übernahme des Schweizer Rivalen *Actavis* bekanntgeben, sagte eine mit den Plänen vertraute Personen. Die Verhandlungen dauerten derzeit aber noch an.

(sap) Die Generikabranche steht Branchenkreisen zufolge unmittelbar vor einer weiteren milliardenschweren Übernahme. Der US-Konzern Watson wolle am Mittwoch eine Vereinbarung zur Übernahme des Schweizer Rivalen Actavis bekanntgeben, sagte eine mit den Plänen vertraute Personen. Die Verhandlungen dauerten derzeit aber noch an. Der Kaufpreis liege voraussichtlich bei rund 4,25 Milliarden Euro. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im März dieses Jahres von einer Übernahme für bis zu 5,5 Milliarden Euro erfahren. Seitdem hatte es in den Kreisen geheißen, dass der Preis sich nach unten bewege. Watson, Actavis und der Hauptgläubiger der Schweizer, die Deutsche Bank, wollten sich nicht dazu äußern.

 

Die Deutsche Bank könnte von der Übernahme profitieren, da mit dem Verkauf eine Umschuldung einhergehen dürfte. Das Institut ist größter Gläubiger von Actavis und hatte bereits Abschreibungen verschmerzen müssen. Deutschlands größtes Geldhaus hatte 2007 die Akquisition der damals noch isländischen Firma durch den Milliardär Björgolfur Thor Björgolfsson finanziert. Mehr hierzu unter: Deutsche Bank offenbar kurz vor Schuldendeal mit Actavis

 

In der vergangenen Woche hatte es in Finanzkreisen geheißen, Watson könne auf eine breite Beteiligung von Geldinstituten an der Finanzierung der Übernahme bauen. Die Bank of America Merrill Lynch sei heißer Kandidat, um bei der Finanzierung die Führung zu übernehmen, hatten mit dem Vorgang vertraute Personen gesagt. Teil der Kreditsumme sei eine Zwischenfinanzierung von 2 Milliarden Dollar und ein weiteres 4 Milliarden Dollar schweres Kreditpaket. Auch andere Institute seien den Kreisen zufolge interessiert, an der Transaktion teilzunehmen.

 

Quellen: Handelsblatt, FINANCE