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Langfristig Wert schaffen mit nachhaltigen Produkten

EY - Trends vom 15. Deutschen Nachhaltigkeitspreis
Foto: iStock.com/Kanrawee Jinpanich

In den vergangenen Jahren ist ESG (Environmental, Social, Governance) von einem Nebenschauplatz zu einem zentralen Aspekt bei der Bewertung von Unternehmen geworden. Vor dem Hintergrund des immer umfassenderen und strikteren Regulierungsrahmens bedeutet ESG für die meisten Unternehmen in erster Linie, Vorschriften einzuhalten und Risiken zu minimieren.

Das immense Wertschöpfungspotenzial, das ESG etwa in Form von neuen, innovativen Geschäftsmodellen birgt, wird oft übersehen. Hierin liegt jedoch eine große Chance für Unternehmen. Studien belegen, dass Unternehmen mit einer besseren Nachhaltigkeits-Performance ihr Umsatzwachstum um 2,5% steigern und eine zusätzliche Umsatzrendite von bis zu 6,9% erzielen können. Unternehmen mit einem hohen ESG-Rating haben im Schnitt zudem niedrigere Kapitalkosten als Firmen mit einem niedrigen ESG-Rating. Das gilt sowohl für Fremd- als auch für Eigenkapital. Die Aktienkurse von ESG-konformen Firmen performen darüber hinaus um bis zu 5% besser als die Anteilsscheine der „normalen“ Wettbewerber und zeigen in Krisenzeiten eine deutlich höhere Resilienz.

Um wirklich erfolgreich zu sein, müssen sich Unternehmen die ESG-Prinzipien zu eigen machen, anstatt primär auf Kompensation zu setzen, was von der Öffentlichkeit zunehmend als „Greenwashing“ wahrgenommen wird. Die Art und Weise, wie sie die ESG-Prinzipien in ihre Unternehmenspraktiken einbeziehen, kann sich positiv auf ihre Bewertungen auswirken. Hier können Strategieberatungen wie EY-Parthenon helfen und mit ihren multidisziplinären Expertenteams Potenziale für Unternehmen identifizieren und heben. Insbesondere Private Equity-Häuser beschäftigen sich mit diesem Ansatz, da er entlang des gesamten Investitionszyklus eine Rolle spielt und die Realisierung von ESG-induzierten Wertsteigerungen ermöglicht.

ESG bietet also die Möglichkeit, das eigene Portfolio und die Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln, sich im Markt zu differenzieren und neue Kundengruppen zu erschließen. Wie aber können Unternehmen die ökologische und soziale Nachhaltigkeit Ihrer Produkte maximieren? Was macht ein nachhaltiges Produkt oder eine nachhaltige Dienstleistung genau aus? Diese Fragen stehen im Fokus des alljährlichen Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP), insbesondere in der Kategorie Design. Seit 15 Jahre prämiert der DNP Vorreiter jeder Größe und aller Branchen, die Verantwortung übernehmen und Transformation als wirtschaftliche Chance nutzen. Auch dieses Jahr werden am 1. und 2. Dezember in Düsseldorf Unternehmen ausgezeichnet, die sich sozial engagieren oder mit ihren Produkten einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Mit acht Wettbewerben, über 1.000 Bewerberinnen und Bewerbern und 2.000 Gästen ist der Deutsche Nachhaltigkeitspreis die größte Auszeichnung dieser Art in Europa.

Das Bewerberfeld des diesjährigen Nachhaltigkeitspreises in der Kategorie Design zeichnete sich wie in den vergangenen Jahren durch ein breites Spektrum an vielfältigen, kreativen Ideen aus. In der Konsumgüterindustrie und dem Textilgewerbe, die bei der aktuellen Ausgabe des DNP am stärksten vertreten waren, stand in diesem Jahr das Thema Kreislaufwirtschaft im Fokus. So setzen immer mehr Unternehmen auf nachhaltige Materialien, die vollständig recyclebar oder mindestens biologisch abbaubar sind, wie etwa veganes Leder oder biologisch abbaubare Garne. Auch in der Bauindustrie, die beim diesjährigen DNP ebenfalls stark vertreten war, ist die Wiederverwertbarkeit von Materialien zentral. Dementsprechend ging es bei vielen der Einreichungen aus der Baubranche um innovative Materialien mit einem hohen Anteil nachwachsender Ressourcen sowie neue Recyclingkonzepte, beispielsweise durch voneinander separierbare Materialien. Daneben adressieren viele Lösungen auch die Reduktion des hohen CO2-Ausstoßes als zentrale Herausforderung der Branche.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zeigt, wie es Unternehmen gelingen kann, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung in Einklang zu bringen. Angesichts des steigenden Nachhaltigkeitsbewusstseins von Konsumenten und der immer strikteren Regulierung müssen sich Unternehmen wandeln. Unternehmen müssen ESG-Kriterien auf allen Ebenen ernst nehmen und nachhaltige Geschäftsmodelle im Einklang mit einer wertorientierten, nachhaltigen Strategie etablieren. Nur so können Unternehmen in der Zukunft langfristig erfolgreich bleiben.  

EY-Parthenon im Überblick:
EY-Parthenon ist die globale Strategieberatungsmarke von EY und hat auch dieses Jahr als Methodikpartner die DNP Stiftung unterstützt und aus den beworbenen Produkten diejenigen zur Nominierung und Preisverleihung vorgeschlagen, die sich durch ein besonders nachhaltiges Design ausgezeichnet haben.

Mit mehr als 7.000 Professionals in 120 Ländern unterstützt EY-Parthenon Kunden in den Bereichen Unternehmens- und Wachstumsstrategie, Restrukturierungs- und Turnaround-Strategie, sowie Transaktionsstrategie und -Umsetzung. Die multidisziplinären Teams von EY-Parthenon entwickeln transformative Strategien, die Unternehmen und ihren Stakeholdern nachhaltigen Wertzuwachs sichern, und setzen diese gemeinsam mit ihnen um.

Zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte hier.

Über die Autorin:
Gabriela Baum-D’Ambra ist Partner bei EY-Parthenon Strategy. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Strategieberatung und im Investment Banking. Ihr Beratungsfokus liegt auf Nachhaltigkeitsstrategien und den Sektoren Chemie, Prozessindustrie und Energie. Darüber hinaus verfügt sie über umfangreiche Erfahrungen im deutschen Mittelstand.